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„Gaffel Haus“: Berliner Kölsch-Kneipe wirft drei AfD-Politiker raus

„Gaffel Haus“: Berliner Kölsch-Kneipe wirft drei AfD-Politiker raus

„Gaffel Haus“: Berliner Kölsch-Kneipe wirft drei AfD-Politiker raus

Gaffel Haus, Dorotheenstraße, Bezirk Mitte, Berlin, Deutschland. Die AfD ist dort nicht willkommen.
Gaffel Haus, Dorotheenstraße, Bezirk Mitte, Berlin, Deutschland. Die AfD ist dort nicht willkommen.
Das „Gaffel Haus“ in Berlin: AfD-Politiker als Gäste unerwünscht. Foto: picture alliance / Joko | Joko
„Gaffel Haus“
 

Berliner Kölsch-Kneipe wirft drei AfD-Politiker raus

Drei AfD-Politiker, darunter Maximilian Krah, wollen in Berlin was trinken – und werden wegen ihrer Parteimitgliedschaft des Ladens verwiesen. Die Betreiber des Lokals schweigen zu der Sache. Krah ruft nun zum Boykott auf.
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BERLIN. Das Berliner Lokal „Gaffel Haus“ hat offenbar die drei AfD-Politiker Maximilian Krah, Steffen Janich und Phillipp-Anders Rau wegen deren Parteizugehörigkeit des Ladens verwiesen. Der Vorfall ereignete sich bereits am 14. April, die Bild-Zeitung berichtete am Mittwoch darüber. Das Blatt zitiert aus einem parteiinternen Chat, der die Situation schildert: „Drei AfDler sind heute aus dem ‚Gaffel Haus Berlin‘ geworfen worden, nur weil sie AfDler waren.“ Zuerst habe das lediglich Krah und Rau gegolten. Als Janich den Grund für den Rauswurf wissen wollte, sei auch er des Ladens verwiesen worden.

Krah sagte mit Blick auf den Vorfall gegenüber der JUNGEN FREIHEIT, es gebe „besseres Kölsch als Gaffel“. Er könne seinen Unterstützern „nur raten, Gaffel zu meiden. Das einzige, was derartig selbstgefälligen Unternehmer umdenken lässt, sind schlechte Umsatzzahlen. Und das haben wir in der Hand“, betonte der Parlamentarier.

Die Nachfrage der Bild-Zeitung, ob das tatsächlich so passiert sei, ließen die Verantwortlichen des „Gaffel Hauses“ bisher unbeantwortet.

AfD-Mann Krah wurde schon mehrmals gecancelt

Nicht zum ersten Mal bereitet Krah seine Parteimitgliedschaft Probleme. Erst Ende Februar hatte die Druckerei Friedrich Pustet in Regensburg dem Wiener Castrum Verlag wegen eines geplanten Buches des AfD-Bundestagsabgeordneten Maximilian Krah die Zusammenarbeit aufgekündigt (JF berichtete). Im Schreiben an den Verlag, das der JUNGEN FREIHEIT exklusiv vorlag, hieß es zur Begründung: „Ein gewichtiger Gesichtspunkt ist, dass es sich bei ‚Die Reise nach Europa‘ um das Werk von Herrn Maximilian Krah handelt, der der Partei AfD angehört. Mit deren rechtsgerichteter politischer Ausrichtung möchte unser Haus nicht in Verbindung gebracht werden.“

Kurz zuvor hatte die Leipziger Buchmesse Krah ausgeladen, der dort ursprünglich seinen Roman „Die Reise nach Europa“ präsentieren wollte. Gegenüber der JF betonte Krah damals, er halte das Argument der Verantwortlichen, ihn aus Sicherheitsbedenken ausgeladen zu haben, für vorgeschoben. (st/rsz)

Das „Gaffel Haus“ in Berlin: AfD-Politiker als Gäste unerwünscht. Foto: picture alliance / Joko | Joko
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