BERLIN. Die AfD hat ihren Vorsprung in der aktuellen YouGov-Sonntagsfrage weiter ausgebaut. Die Partei kommt hier auf 28 Prozent – einen Prozentpunkt mehr als im April und der höchste Wert, den das Institut jemals gemessen hat. Auch bei Insa liegt die Partei bei diesem Ergebnis (die JF berichtete).
CDU und CSU verlieren einen Punkt und kommen nur noch auf 22 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit fast fünf Jahren. Der Abstand zwischen AfD und Union beträgt damit sechs Prozentpunkte – so hoch wie bisher bei keiner anderen Umfrage. Bei Insa waren es zuletzt fünf Punkte.

Dahinter folgen die SPD und die Grünen mit jeweils 13 Prozent. Die Linke kommt auf elf Prozent. FDP und BSW verharren weiter bei jeweils vier Prozent und würden nicht in den Bundestag einziehen.
46 Prozent unterstützen „Brandmauer“ gegen AfD
Auch die gegen die AfD errichtete „Brandmauer“ verliert in der Bevölkerung deutlich an Zustimmung. Nur noch 46 Prozent der Deutschen halten die Ausgrenzung der Partei für richtig. 41 Prozent finden sie falsch. Im Februar 2025, dem Monat der Bundestagswahl, befürworteten noch 54 Prozent die Praxis, jede Zusammenarbeit mit der AfD abzulehnen.
Besonders stark ist der Rückgang unter den Anhängern von CDU und CSU. Mit 50 Prozent sind es neun Punkte weniger, die die „Brandmauer“ unterstützen. Gestiegen ist die Zustimmung hingegen bei Wählern der Grünen (89 Prozent, +3 Punkte), der Linken (76 Prozent, +9 Punkte) und der SPD (74 Prozent, +3 Punkte).
Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung sinkt weiter. Aktuell sind 16 Prozent der Bürger mit der Arbeit der schwarz-roten Koalition zufrieden – noch einmal drei Punkte weniger als im Vormonat. 82 Prozent sind unzufrieden.
Koalitions-Anhänger unzufrieden mit Merz
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erreicht einen neuen Tiefpunkt: 15 Prozent bewerten seine Arbeit als gut – fünf Punkte weniger als im April. 81 Prozent finden, dass er schlechte Arbeit macht.

Der CDU-Chef leidet auch unter der zurückgehenden Zustimmung bei den Unionswählern. Nur noch 38 Prozent sind mit ihm zufrieden – ein Rückgang um acht Punkte im Vergleich zum April. Auch unter den Wählern des Koalitionspartners SPD sinkt sein Ansehen um acht Prozentpunkte – auf nunmehr 16 Prozent. (fh)






