Während der ersten Beerdigungen der Opfer trugen Polizistinnen Kopftücher. Am Freitag sind alle Neuseeländer dazu aufgerufen Foto: picture alliance/ZUMA Press
Solidarität mit moslemischen Opfern

Initiative ruft Neuseeländer zum Kopftuchtragen auf

WELLINGTON. Die Initiative Headscarf for Harmony (Kopfschleier für Harmonie) hat alle Neuseeländer aufgerufen, am Freitag als Zeichen der Solidarität mit der moslemischen Bevölkerung Kopftücher zu tragen. „Es ist eine Einladung an ganz Neuseeland, seine Unterstützung zu zeigen und zugleich unsere Trauer anzuerkennen“, sagte die Organisatorin Thaya Ashman dem Nachrichtendienst Newshub.

Nicht nur Frauen, auch Männer würden ermutigt, an der Aktion teilzunehmen, betonte Ashman. „Es ist eine Entscheidung, uns anzunähern, unsere Gemeinsamkeiten zu erkennen, nicht nach Unterschieden zu suchen, sondern in Harmonie zusammenzuleben.“

Polizistinnen tragen Kopftücher bei Trauerfeiern

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern beim Besuch einer moslemischen Gemeinde nach dem Anschlag Foto: picture alliance / AP Photo

Die Initiative werde auch von der moslemischen Gemeinschaft in Neuseeland unterstützt. Auf Twitter nutzt die Initiative den Hashtag #headscarfforharmony, um Bilder zu teilen.

Während der ersten Beerdigungen für die Anschlagsopfer trugen Polizistinnen und weibliche Rettungskräfte Kopftücher. Auch Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern verhüllte beim Besuch einer Moslem-Gemeinde ihr Haar.

Bei dem Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch waren am vergangenen Freitag 50 Personen getötet worden. (ag)

Während der ersten Beerdigungen der Opfer trugen Polizistinnen Kopftücher. Am Freitag sind alle Neuseeländer dazu aufgerufen Foto: picture alliance/ZUMA Press

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