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Waldbrände: Europa zwischen brennender Klima-Hysterie und kühlen Fakten

Waldbrände: Europa zwischen brennender Klima-Hysterie und kühlen Fakten

Waldbrände: Europa zwischen brennender Klima-Hysterie und kühlen Fakten

Klima. In mehreren Ländern toben verheerende Waldbrände, wie hier in Spanien. War es wirklich nie schlimmer in Europa? Foto: picture alliance / AP Photo/Manu Fernandez | Manu Fernandez
Klima. In mehreren Ländern toben verheerende Waldbrände, wie hier in Spanien. War es wirklich nie schlimmer in Europa? Foto: picture alliance / AP Photo/Manu Fernandez | Manu Fernandez
In mehreren Ländern toben verheerende Waldbrände, wie hier in Spanien. War es wirklich nie schlimmer in Europa? Foto: picture alliance / AP Photo/Manu Fernandez | Manu Fernandez
Waldbrände
 

Europa zwischen brennender Klima-Hysterie und kühlen Fakten

Feuer-Inferno und Klima-Hysterie haben die Berichterstattung aktuell fest im Griff. Doch wie schlimm steht es wirklich um Europas Wälder? Die Daten liefern eine überraschende Antwort.
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Wer in diesen Tagen die Nachrichten verfolgt, könnte leicht zu dem Eindruck kommen, ganz Europa stehe in Flammen. Und natürlich wird dem Leser in der Berichterstattung auch in jedem zweiten Satz eingehämmert, was daran Schuld hat: der menschgemachte Klimawandel natürlich. Der Blick auf die verfügbaren Zahlen ergibt ein deutlich nüchterneres Bild. Eine von „Our World in Data“ veröffentlichte Kurve zur kumulierten Brandfläche in Europa zeigt das laufende Jahr bislang nicht an der Spitze, sondern im unteren Bereich der Vergleichsjahre seit 2012.

Mehrere frühere Jahre liegen deutlich darüber, darunter 2012, 2014, 2019, 2020 und 2021. Auch 2025 lag zum gleichen Zeitpunkt höher. „Our World in Data“ nutzt dafür Daten des Global Wildfire Information System.

Auch die offiziellen EU-Zahlen geben das Narrativ des Inferno-Rekordes einfach nicht her: Das Joint Research Centre meldete für die Europäische Union bis 22. Juli 2026 insgesamt 254.388 Hektar verbrannte Fläche. Das liegt zwar über dem langjährigen Durchschnitt, aber zum Beispiel unter dem Wert von 2025 zum gleichen Zeitpunkt. Damals waren 270.449 Hektar verbrannt. 2025 bezeichnet das JRC als schlechtestes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Dasselbe Bild bei der absoluten Zahl der Feuer. Seit Jahresbeginn erfasste EFFIS in der EU 1.254 Brände. Im gleichen Zeitraum 2025 waren es 1.329. Der langfristige Durchschnitt liegt bei 569 Bränden. Die Saison ist damit überdurchschnittlich, aber sie liegt bislang nicht über dem Vorjahr.

Ist der Klimawandel wirklich an allem schuld?

Noch deutlicher wird die Kluft zwischen nüchterner Realität und hysterischer Berichterstattung bei den Emissionen. Für 2026 weist das JRC bislang 8,31 Millionen Tonnen CO2 aus, die durch Waldbrände freigesetzt wurden. Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 8,48 Millionen Tonnen. Auch der langjährige Durchschnitt liegt mit 8,89 Millionen Tonnen höher als der aktuelle Wert. Diese Zahlen widersprechen deutlich der aktuellen Erzählung vom historisch brennenden Europa.

Waldbrände entstehen und verbreiten sich nicht nach einem einzigen Muster. „Our World in Data“ nennt als Ursachen menschliche Aktivitäten wie Brandstiftung, unbeaufsichtigte Feuer oder außer Kontrolle geratene kontrollierte Brände, aber auch natürliche Ursachen wie Blitzschlag. Für die Ausbreitung sind unter anderem trockene Vegetation, Wind, Feuchtigkeit, Hitze, Landschaftspflege und die Fähigkeit zur Eindämmung entscheidend.

Damit rücken Fragen in den Vordergrund, die in der Klimadebatte oft untergehen. Entscheidend ist auch, ob Wälder gepflegt werden, ob Brandschutzstreifen vorhanden sind, ob Zufahrten und Löschwasserstellen funktionieren und wie schnell Behörden und Einsatzkräfte reagieren können. So täuscht die Erzählung der menschgemachten Klimakatastrophe bisweilen über schnödes Verwaltungsversagen hinweg.

Auch die Datengrundlage selbst hat Grenzen. EFFIS erfasst Brände ab etwa 30 Hektar, die zumindest teilweise Waldflächen betreffen. Nationale Statistiken können abweichen. Kontrollierte Brände können enthalten sein. Sehr kleine Feuer liegen unter der Erfassungsschwelle, machen laut JRC aber nur einen kleinen Teil der gesamten Brandfläche aus.

In mehreren Ländern toben verheerende Waldbrände, wie hier in Spanien. War es wirklich nie schlimmer in Europa? Foto: picture alliance / AP Photo/Manu Fernandez | Manu Fernandez
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