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Abdul Ballout am Tattag gefilmt: Eine Überwachung, die nichts gebracht hat

Abdul Ballout am Tattag gefilmt: Eine Überwachung, die nichts gebracht hat

Abdul Ballout am Tattag gefilmt: Eine Überwachung, die nichts gebracht hat

CSD-Attentäter Abdul Ballout wurde mit einer Überwachungskamera beobachtet. Doch das brachte nichts. Fotos: picture alliance / Sipa USA | Nexpher Images & Polizei
CSD-Attentäter Abdul Ballout wurde mit einer Überwachungskamera beobachtet. Doch das brachte nichts. Fotos: picture alliance / Sipa USA | Nexpher Images & Polizei
CSD-Attentäter Abdul Ballout wurde mit einer Überwachungskamera beobachtet. Doch das brachte nichts. Fotos: picture alliance / Sipa USA | Nexpher Images & Polizei
Abdul Ballout am Tattag gefilmt
 

Eine Überwachung, die nichts gebracht hat

Als sich Abdul Ballout zum CSD-Anschlag aufmacht, filmt ihn wie immer eine Kamera des LKA. Denn der Mann gilt als „Hochrisikoperson“. Doch es ist Sonnabend. Die Bilder werden erst am nächsten Tag ausgewertet.
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BERLIN. Bis kurz vor dem Terroranschlag auf Teilnehmer des CSD hat das Berliner Landeskriminalamt (LKA) den Attentäter Abdul Ballout im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Schirm gehabt. Eine heimlich installierte Videokamera filmte, wie der am Sonntag erschossene Libanese mit deutscher Staatsbürgerschaft am Sonnabend um 20:58 Uhr das Haus in Berlin-Schöneberg verlässt. Eine Stunde später ist eine Frau tot, 29 Menschen werden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Über die Aufnahmen berichtet der Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Doch niemand verfolgte diese Bilder live. Erst einen Tag nach dem Anschlag, am Sonntag, werten die Beamten das Video aus.

Hätte der Anschlag verhindert werden können, wenn das LKA die Überwachung in Echtzeit umgesetzt hätte? Hinweise auf die unmittelbar bevorstehende Terrorfahrt inklusive Messern und Machete seien auf den Bildern nicht zu erkennen, meldet der Spiegel unter Berufung auf Insider.

Überwachung von Handy und Hauseingang

Den Berichten zufolge war Ballout aufgrund der Bewertung eines BKA-Analysetools schon Wochen vor dem Anschlag als „Hochrisikoperson“ eingestuft worden. Daher hörten die Sicherheitsbehörden sein Handy ab, observierten ihn und versteckten die Kamera vor seinem Hauseingang. Mehrfach soll auch im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ), wo Behörden aus Bund und Ländern zusammenkommen, über seinen Fall gesprochen worden sein.

Doch von den Plänen, einen Terroranschlag auf die Großveranstaltung rund um das Brandenburger Tor zu verüben, bekamen sie bis zuletzt nichts mit. Und am Tattag verfolgte niemand direkt, was Abdul Ballout machte und wo er hinging.


Aus den Sicherheitsbehörden hieß es, es sei üblich gewesen, die Videoaufnahmen des als Gefährder eingestuften Mannes erst 24 Stunden später anzuschauen.

Die Überwachungsmaßnahmen waren eingeleitet worden, nachdem Ballout trotz der Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat nur zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war und auf freien Fuß kam. (fh)

CSD-Attentäter Abdul Ballout wurde mit einer Überwachungskamera beobachtet. Doch das brachte nichts. Fotos: picture alliance / Sipa USA | Nexpher Images & Polizei
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