Am 25. Juli raste Abdul Ballout mit einem weißen Transporter in die Besuchermenge des Berliner CSD (JF berichtete). Anschließend soll er nach Angaben der Polizei mehrere Personen durch „Stichwerkzeuge“ verletzt haben, darunter mit einer Machete. Dabei starb eine Frau, weitere 29 Personen wurden verletzt. Inzwischen sind die Verletzten außer Lebensgefahr.
Dabei handelte es sich nicht um einen Einzelfall. Immer wieder gibt es in Deutschland Terroranschläge. Oft handeln die Täter nach einem islamistischen Motiv. Zu den Zielen gehören oft Veranstaltungen mit großen Menschenmengen, aber auch kleine Gruppen oder einzelne Menschen wurden bereits angegriffen.
Terror in Deutschland
Die JUNGE FREIHEIT hat Terroranschläge in Deutschland aus den vergangenen beiden Jahren zusammengetragen:
Höchberg, 19. Juli 2026: Ein 20jähriger Syrer verletzte einen 65jährigen Mann wegen seines Israel-Ansteckers schwer. Die Generalstaatsanwaltschaft München vermutet eine israelfeindliche oder antisemitische sowie islamistische Motivation. Gegen den Asylmigranten wird wegen versuchten Mordes ermittelt.
Schongau, 8. Juli 2026: Ein 16jähriger Kroate verletzte in einer Schule zwei 13jährige Mädchen mit einem Messer. Zudem trug er eine Schusswaffe mit sich. Gegen ihn ermittelt die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus wegen zweifachen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung. In einem Schreiben, welches der Kroate verfasst habe, hetzte er gegen mehrere Religionen.
Berlin, 4. Januar 2026: Die linksextreme „Vulkangruppe“ verübte einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke. Der Stromausfall betraf rund 45.000 Haushalte, 2.000 Gewerbebetriebe, Krankenhäuser sowie Pflegeheime. Die Temperaturen in der Hauptstadt waren in der Nacht auf bis zu minus sechs Grad gefallen. Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen wegen Terrorverdachts.
Hamburg, 3. November 2025: Die linksextreme Antifa setzte das Auto des Parlamentarischen Geschäftsführers der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, in Brand. Das Feuer breitete sich auf drei weitere Fahrzeuge aus. In einem Bekennerschreiben riefen die mutmaßlichen Täter dazu auf, sich militant und antifaschistisch zu organisieren.
Leibertingen, 23. Oktober 2025: Der damals 22jährige Tobias K. warf Molotowcocktails auf ein Auto, das vollständig ausbrannte, gegen die Häuser zweier Nachbarn sowie in Richtung der eintreffenden Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr. Zudem wurden Schriftzüge wie „FCK NZS“ und „AFA 161 Area“ am Tatort entdeckt. Die Betroffenen waren zum Teil Mitglieder der AfD. Der Sohn der damaligen parteilosen Bürgermeisterin des Nachbarorts wurde wegen versuchten Mordes und Brandstiftung zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt.
Dillingen, 9. und 11. September 2025: Ein damals 21jähriger Türke schoss mit einem Luftgewehr auf mehrere Autos auf einer Bundesstraße. Sein Ziel war es, schwere Unfälle zu verursachen und so Ungläubige zu töten. Gegen ihn wird wegen versuchten Mordes in 23 Fällen ermittelt. Die Generalstaatsanwaltschaft München stuft die Tat als extremistisch-islamistisch ein.
Berlin, 9. September 2025: Linksextreme Anarchisten setzten zwei Hochspannungsmasten in Brand, wodurch Stromkabel beschädigt wurden. Für etwa 50.000 Haushalte, darunter auch 3.000 Gewerbebetriebe und mehreren Pflegeeinrichtungen, fiel daraufhin der Strom aus. Einem Bekennerschreiben zufolge war das Ziel, „sensible Supermaschinen“ und Ablaufprozesse zu beeinträchtigen und „dem militärisch-industriellen Komplex den Saft abzudrehen“.
Essen, 5. September 2025: Der damals 17jährige Konsovare, Erjon S., schlug einen Hausmeister einer Grundschule und sprühte Pfefferspray auf ihn, stach anschließend seiner Berufsschullehrerin mit einem Messer in den Oberkörper und stach dann vor der Alten Synagoge einem zufällig vorbeikommenden Mann in den Rücken. Der Schüler hängt laut der Generalbundesanwaltschaft einer islamistisch-dschihadistischen Ideologie an und wollte mit der Tat den Dschihad gegen Ungläubige führen.

Bielefeld, 18. Mai 2025: Der Asylmigrant Mahmoud M. stach mit einem Messer auf mehrere Fußballfans in einer Bar ein. Vier von ihnen verletzte der damals 35jährige Syrer lebensgefährlich. Das Oberlandesgericht Düsseldorf schrieb ihm bei seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft wegen versuchten Mordes dschihadistische Ziele zu.
Berlin, 21. Februar 2025: Der damals 19jährige syrische Asylmigrant Wassim Al M. griff einen spanischen Touristen am Denkmal für die ermordeten Juden Europas mit einem Messer an und verletzte ihn lebensbedrohlich. Unter anderem wegen eines Korans und eines Gebetsteppichs, die der Syrer in seinem Rucksack mit sich trug, ging die Ermittlungsbehörde von einem islamistischen Motiv aus. Er wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt.
München, 13. Februar 2025: Ein damals 24jähriger Afghane, Farhad N., raste mit seinem Auto in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Verdi. Er ermordete dabei eine Mutter und deren zweijährige Tochter und verletzte weitere 44 Menschen. Nach seiner Tat schrie er „Allahu Akbar“ und gestand, seinen Angriff absichtlich durchgeführt und ein islamistisches Motiv gehabt zu haben. Während seiner Untersuchungshaft randalierte er in der Justizvollzugsanstalt und drohte den Bediensteten, die er als Ungläubige bezeichnete, mit dem Tod.
Magdeburg, 20. Dezember 2024: Der saudi-arabische Psychiater Taleb al-Abdulmohsen raste mit seinem Auto in die Menschenmenge des Weihnachtsmarktes. Der damals 51jährige tötete sechs Menschen, darunter einen neunjährigen Jungen, und verletzte weitere 300. Das Landgericht Magdeburg verurteilte ihn zur lebenslangen Haft wegen Mordes. Als Motiv nannte der Richter, dass er Rache an der deutschen Bevölkerung ausüben wollte, die er mit dem Staat gleichgesetzt habe.
Altdöbern, 23. Oktober 2024: Die damaligen 15jährigen Mitglieder der rechtsextremen Vereinigung „Letzte Verteidigungswelle“, Lenny M. und Jerome M., zündeten ein Kulturhaus an, weil sie dieses als Treffpunkt von Linken ansahen. Ihnen wird unter anderem versuchter Mord, schwere Brandstiftung sowie Mitgliedschaft in beziehungsweise Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen.
München, 5. September 2024: Der in Österreich geborene Bosnier Emrah I. griff das israelische Generalkonsulat mit einem Bajonett an, wobei der 18jährige jedoch nur das Gebäude beschädigte. Es kam zu einem Schusswechsel mit der Polizei, die ihn erschoss. Der Anschlag war terroristisch und antiisraelisch motiviert. Der Mann mit bosnischen Wurzeln soll der Polizei 2023 wegen der Verbreitung von IS-Propaganda aufgefallen sein und wird der islamistischen Szene zugerechnet.
Solingen, 23. August 2024: Der damals 26-jährige Syrer Issa al Hasan ermordet mit einem Messer auf dem „Festival der Vielfalt“ drei Menschen und verletzt weitere acht, davon vier lebensgefährlich. Der abgelehnte Asylbewerber hatte sich in einem Selbstbezichtigungsvideo unmittelbar vor der Tat auf den Islamischen Staat berufen. „Bei Gott, ich werde euch zerstückeln“, kündigte er darin auf Arabisch an. Er wurde zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Zudem sollte er 360.000 Euro Schmerzensgeld an mehrere Opfer zahlen.
München, 23. September 2024: Der damals 41jährige Werner P. griff mehrere Passanten am Bahnhof mit einem Messer an. Er verletzte einen 18- und einen 25jährigen. Sein Ziel war es, Deutschland von Muslimen zu befreien. Das Landgericht München ordnete die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.
Mannheim, 31. Mai 2024: Der Afghane Sulaiman Ataee ermordete auf einer Kundgebung über die Bedrohungen des Islams mit einem Messerstich den Polizisten Rouven Laur. Sein ursprüngliches Ziel, den Islamkritiker Michael Stürzenberger, sowie vier weitere Menschen verletzte er schwer. Er wurde unter anderem wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.





