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Fahndung nach dem Islamisten: CSD-Anschlag: Abdul Ballout gilt lange schon als Gefährder

Fahndung nach dem Islamisten: CSD-Anschlag: Abdul Ballout gilt lange schon als Gefährder

Fahndung nach dem Islamisten: CSD-Anschlag: Abdul Ballout gilt lange schon als Gefährder

Der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul Ballout und die Anschlagsszene in der Nacht zu Sonntag. Fotos: Polizei Berlin /// picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
Der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul Ballout und die Anschlagsszene in der Nacht zu Sonntag. Fotos: Polizei Berlin /// picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
Der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul Ballout und die Anschlagsszene in der Nacht zu Sonntag. Fotos: Polizei Berlin /// picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
Fahndung nach dem Islamisten
 

CSD-Anschlag: Abdul Ballout gilt lange schon als Gefährder

Der Tatverdächtige des Anschlags auf den Berliner CSD galt schon länger als islamistischer Gefährder. Zwei Tage nach dem Anschlag sollte er zu einer Präventionsstelle gehen – offenbar als Bedingung für seine Haftentlassung.
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BERLIN. Der weiterhin flüchtige Hauptverdächtige des Anschlags auf den Berliner Christopher Street Day (CSD), Abdul Ballout, wurde bereits als islamistischer Gefährder eingestuft. Vor seiner Untersuchungshaft soll er versucht haben, nach Syrien auszureisen, um sich dem Islamischen Staat anzuschließen, berichten NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Sicherheitsbehörden. Demnach war seine Festnahme vor diesem Hintergrund Ende 2025 am Berliner Flughafen BER erfolgt, als er aus dem Libanon zurückgekehrt war. Die Polizei warf ihm Vorbereitung einer terroristischen Straftat nach Paragraph 89a des Strafgesetzbuchs vor.

Laut der Bild wurde Ballout vergangenen Mai zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt. Allerdings verließ er diese nach Informationen der Welt auf Bewährung oder Vorbewährung. Der 21jährige sollte am Montag nach dem Angriff bei einer Extremismuspräventionsstelle zu seinem dritten Gespräch dort erscheinen. Diese Weisung sei demnach eine Bedingung für die Entlassung gewesen. Nach der Sitzung würden die Zuständigen demnach entscheiden, ob eine weitere Beratung sinnvoll sei.

Bei den vorherigen Gesprächen soll er „undurchschaubar“ gewesen sein. Seine Antworten hätten laut Mitarbeitern der Beratungsstelle „angepasst“ gewirkt. Eine akute Bedrohungslage hätte sich aus den bisherigen Treffen nicht ableiten lassen.

S-Bahn-Verkehr nach CSD-Attentat unterbrochen

Mehreren Medienberichten zufolge wurde Ballout in Berlin geboren. Er soll ein deutscher Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln sein. Nach ihm fahndet die Polizei seit der Nacht zum Sonntag. In den frühen Morgenstunden ließ die Bundespolizei den Anhalter Bahnhof in der Nähe des Tatortes sperren, um nach Spuren zu suchen. Der S-Bahn-Verkehr dort soll unterbrochen werden. In der Nacht zu Sonntag durchsuchten die Beamten Ballouts Wohnung in Schöneberg, konnten ihn aber nicht finden.

Am späten Samstagabend war ein Mann zunächst mit einem weißen Transporter in die CSD-Besuchermenge am Tiergarten gerast. Anschließend soll er nach Angaben der Polizei mehrere Personen durch „Stichwerkzeuge“ verletzt haben, darunter mit einer Machete. Auch gegenüber der JF sprach ein Augenzeuge von einem Messerangriff im Tiergarten (JF berichtete). Mindestens eine Frau wurde bei dem Terrorangriff getötet und mindestens 16 weitere verletzt – drei davon lebensgefährlich, acht schwer. Polizei und Rettungskräfte waren am Abend mit einem Großaufgebot vor Ort. Am Samstag um 14 Uhr soll eine Gedenkveranstaltung am Pariser Platz stattfinden. (kuk)

Der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul Ballout und die Anschlagsszene in der Nacht zu Sonntag. Fotos: Polizei Berlin /// picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
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