BERLIN. Der Machtkampf um den FDP-Vorsitz ist entschieden. Der nordrhein-westfälische FDP-Chef Henning Höne zieht seine Bewerbung für den Parteivorsitz zurück. Wie die Welt zunächst unter Berufung auf Parteikreise berichtete, ist damit der Weg für Wolfgang Kubicki frei, der die Liberalen als Übergangsvorsitzender führen soll. Höne soll erster stellvertretender Bundesvorsitzender werden.
Kubicki verkündete den Schritt auf X als gemeinsame Entscheidung. „Henning und ich führen die Partei in den kommenden zwölf Monaten im Team.“
Wir lieben die Freiheit und wir lieben den Wettbewerb. In den letzten Wochen war zu spüren, welche enorme Kraft wir als FDP aus dieser Leidenschaft ziehen können. Die vielen positiven Rückmeldungen haben uns Rückenwind gegeben und ein deutliches Signal an all jene gesendet, die… pic.twitter.com/bud2obC1Zn
— Wolfgang Kubicki (@KubickiWo) May 15, 2026
Laut Welt soll mit Hönes Rückzug eine offene Konfrontation auf dem Bundesparteitag Ende Mai verhindert werden. Die FDP wolle ihre Kräfte bündeln, um geschlossen in die kommenden Landtagswahlkämpfe zu ziehen. Kubicki solle die Partei stabilisieren, bis eine langfristige Nachfolge geregelt sei.
Team Kubicki-Höne will zusammen arbeiten
Auch in einem Doppelinterview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung äußerten sich beide zu der Entscheidung. „Wir müssen alle zusammenführen, denen Freiheit wichtig ist“, betonte Höne. Kubicki verglich das neue Modell mit seiner früheren Zusammenarbeit mit Christian Lindner: „Damals hieß das Team Lindner-Kubicki, jetzt heißt es Kubicki-Höne.“
Innerhalb der Partei stößt der Rückzug Hönes nicht nur auf Zustimmung. Die von ihm ursprünglich für das Amt der Generalsekretärin vorgeschlagene Alena Fink-Trauschel soll die Entscheidung in einer internen Nachricht kritisiert haben. Sie halte sie „nach wie vor für die falsche Entscheidung für unsere Partei und ihn persönlich“, zitierte die Welt aus der Nachricht, die Politico vorliege. (ag)





