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Irankrieg: Jetzt kündigt Trump offiziell die Hormus-Gegenblockade an

Irankrieg: Jetzt kündigt Trump offiziell die Hormus-Gegenblockade an

Irankrieg: Jetzt kündigt Trump offiziell die Hormus-Gegenblockade an

US-Präsident Donald Trump: „Staats- und Regierungschefs, insbesondere der Vereinigten Staaten von Amerika, lassen sich niemals erpressen.“ (Themenbild)
US-Präsident Donald Trump: „Staats- und Regierungschefs, insbesondere der Vereinigten Staaten von Amerika, lassen sich niemals erpressen.“ (Themenbild)
US-Präsident Donald Trump: „Staats- und Regierungschefs, insbesondere der Vereinigten Staaten von Amerika, lassen sich niemals erpressen.“ Foto: picture alliance / Captital Pictures | RS/MPI
Irankrieg
 

Jetzt kündigt Trump offiziell die Hormus-Gegenblockade an

Bisher hat Donald Trump die Vollsperrung der Straße von Hormus nur angedeutet – nun soll sie laut ihm tatsächlich kommen. Auch spricht er eine Warnung an Länder aus, die für das Passieren der Meerenge Teheran bezahlt haben.
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WASHINGTON. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Straße von Hormus „ab sofort“ für den gesamten Schiffahrtverkehr zu blockieren. Zudem habe er die US-Marine angewiesen, jedes Schiff in internationalen Gewässern aufzuspüren und abzufangen, das eine Abgabe an den Iran entrichtet habe. „Niemand, der eine illegale Gebühr bezahlt, wird damit auf hoher See sicher durchkommen“, schrieb er am Sonntag nachmittag auf dem Kurznachrichtendienst Truth Social.

Trump zufolge habe Teheran eine Öffnung der Straße blockiert und diesen Schritt mit den sich dort befindenden Minen begründet. „Das ist eine Erpressung der Welt – und Staats- und Regierungschefs, insbesondere der Vereinigten Staaten von Amerika, lassen sich niemals erpressen“, warnte der US-Präsident. Auch werde die Marine beginnen, die Sprengkörper zu zerstören. Jeder Iraner, der auf sie oder auf friedliche Schiffe schieße, werde zudem „in die Hölle verschossen“.

Irans Revolutionsgarden mahnten unterdessen auf dem Kurznachrichtendienst X, „jeder Fehlschritt“ werde „den Feind in den tödlichen Wirbeln der Straße einsperren“. Demnach sei die Meerenge weiterhin unter voller Kontrolle Teherans. Nach Informationen des Wall Street Journal sind über 60 Prozent der für die Überwachung der Straße von Hormus zuständigen Meeresflotte der Revolutionsgarden weiterhin einsatzfähig.

Trump deutete die Blockade bereits am Morgen an

Auch äußerte sich Trump zum Scheitern der Friedensverhandlungen. Demnach habe Teheran den meisten Punkten zugestimmt. „Mit Ausnahme des einzigen Punktes, der wirklich zählte – nämlich des Nuklearprogramms.“ Damit begründet Washington von Beginn an den gemeinsam mit Israel erfolgten Angriff auf den Iran.

Bereits am Morgen hatte Trump eine eigene Blockade der Meerenge angedeutet (JF berichtete). Auf Truth Social teilte er einen Artikel des konservativen Portals Just The News mit dem Titel, dessen Autor betont, eine solche Maßnahme habe bereits die venezolanische Wirtschaft kurz vor der Verhaftung von Nicolás Maduro zum Erliegen gebracht. Das iranische Außenministerium erklärte, die Verhandlungen fänden in einer Atmosphäre von „Misstrauen und Verdacht“ nach 40 Tagen eines „erzwungenen“ Krieges statt.

Teheran hatte die Straße von Hormus wenige Tage nach der Tötung von Ajatollah Ali Chamenei durch die USA und Israel geschlossen (JF berichtete). Durch diese Meerenge passiert rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte. Während sie für den westlichen Schiffahrtverkehr weitgehend gesperrt bleibt, durften Russland, China, Indien, Pakistan und Irak ihre Transporte bisher fortsetzen. (kuk)

US-Präsident Donald Trump: „Staats- und Regierungschefs, insbesondere der Vereinigten Staaten von Amerika, lassen sich niemals erpressen.“ Foto: picture alliance / Captital Pictures | RS/MPI
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