BELRIN. Die AfD hat im ZDF-„Politbarometer“ erstmals die Führung übernommen und liegt nun vor der Union. In der aktuellen Sonntagsfrage kommt die Partei auf 26 Prozent, während CDU/CSU auf 25 Prozent abrutschen und damit einen Punkt verlieren. Die SPD fällt weiter zurück und erreicht nur noch 12 Prozent, ein neuer Tiefstwert in dieser Erhebung.
Die Grünen liegen bei 14 Prozent, die Linke bei elf Prozent. Die FDP bleibt mit drei Prozent deutlich unter der Fünfprozenthürde. Damit hätte eine schwarz-rote Koalition derzeit keine parlamentarische Mehrheit mehr.
Auch andere Institute sehen die AfD inzwischen vorne. Laut YouGov erreicht sie 27 Prozent (die JF berichtete), während die Union auf 23 Prozent zurückfällt. Bei Insa und Forsa liegt die Partei ebenfalls knapp vor CDU/CSU. Parallel zu den Verschiebungen in der Wählergunst verschlechtern sich die Zustimmungswerte für die Bundesregierung deutlich. Nur noch 27 Prozent der Befragten zeigen sich mit der Arbeit der Regierung zufrieden, während 63 Prozent ein negatives Urteil abgeben. Ende März lag die Zustimmung noch bei 34 Prozent.
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— Presseportal Medien & Kultur (@pp_medien) April 17, 2026
AfD jubelt, Regierung strauchelt
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verliert weiter an Rückhalt. 65 Prozent der Befragten bewerten seine Arbeit als schlecht, nur 30 Prozent als gut. Ähnlich kritisch fallen die Bewertungen für Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche aus.
Als wesentlicher Grund für die schlechte Stimmung gilt der Umgang der Regierung mit den gestiegenen Spritpreisen infolge des Iran-Kriegs. 81 Prozent der Befragten sind der Ansicht, die Maßnahmen reichten nicht aus. Zudem zweifeln viele daran, dass Entlastungen bei den Mineralölkonzernen tatsächlich bei den Verbrauchern ankommen. (rr)






