Bahnhof in Auschwitz-Birkenau: Kolmar stammte aus einer kaisertreuern Familie Foto: dpa/Frank Schumann
Auschwitz47

Die preußische Sappho

Ihr Patriotismus wurde ihr zum Verhängnis. Im März 1943 wurde die Dichterin Gertrud Kolmar wegen ihrer jüdischen Herkunft nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Die Frage, warum sie nicht zuvor aus dem Deutschen Reich geflüchtet war, fand ihre Antwort in dem Satz: „Weil sie in Deutschland geboren war und dort bleiben wollte.“ mehr »
Vernichtete Stasi-Akten21

Das große Puzzeln

Immer noch bergen Millionen von Papierschnipseln unerforschte Geheimnisse des SED-Regimes. Mit der bisherigen Methode wäre man noch 640 Jahre beschäftigt. Doch das parlamentarische Interesse an einer elektronischen Puzzlemaschine ist äußerst verhalten. mehr »
Demonstration am sowjetischen Ehrenmal vom 5. Januar 1990 Foto: Wikipedia/Bundesarchiv mit CC-Lizenz 3.0 http://bit.ly/1aZUsfc

Falsches Spiel

Vor 25 Jahren versuchte Gregor Gysis SED/PDS aus nationalistischen Schmierereien am sowjetischen Ehrenmal in Treptow politisch Kapital zu schlagen: für den Erhalt der DDR-Staatssicherheit und gegen die Wiedervereinigung. Doch das falsche Spiel war zu Plump für die Volkskammerwahl. mehr »
Deutsche und britische Soldaten im Niemandsland am 26. Dezember 1914 Foto: Wikipedia/Rcbutcher http://bit.ly/1wUUIax
Weihnachtsfrieden 191456

Überrascht vom Glück des Moments

Man aß gemeinsam, tauschte Uniformknöpfe gegen Büchsenfleisch und türkischen gegen Virginatabak. Der Weihnachtsfriede von 1914 zwischen den Gräben der feindlichen Soldaten an der Westfront hat sich bis heute im kollektiven Gedächtnis erhalten. mehr »
Stiftungsdirektor Manfred Kittel empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel: Mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden Foto:  picture alliance / dpa
Geschichtspolitik60

Direktor der Vertriebenenstiftung muß gehen

Der Direktor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Manfred Kittel, ist vom Stiftungsrat mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden worden. Dem Historiker wird unter anderem vorgeworfen, in seiner wissenschaftlichen Arbeit „auf die Vertreibung der Deutschen fokussiert“ zu sein. mehr »
Kriegsgräber (hier in Rostock): Eine Entfremdung ohne Beispiel Foto: picture alliance / ZB
Volkstrauertag67

Eine tief eingefressene Erkrankung

Wie jeder symbolische Akt der Weimarer Zeit war auch der Volkstrauertag scharf umkämpft. Schlußendlich vertraute die Politik darauf, daß Orts- und Kirchengemeinden eine würdige und angemessene Form der Gestaltung wählen würden. Das änderte sich erst in den siebziger Jahren. Ein Kommentar von Karlheinz Weißmann mehr »
JF-Redakteure am 10. November auf der Mauer, später ein Berliner Postkartenmotiv: Dieter Stein, Martin Schmidt und Annette Hailer

„Auf nach Berlin!“

Wie schafft man es auf eine Postkarte? JF-Redakteuren der ersten Stunde gelang dies, weil sie in der Nacht vom 10. auf den 11. November 1989 mit Zehntausenden auf der Berliner Mauer am Brandenburger Tor feierten – und eine deutsche Fahne dabei hatten! Die Reportage von damals. mehr »
Deutsche Soldaten sammeln die Leichen der vond er Roten Armee bei Nemmersdorf ermordeten Zivilisten Foto: Bundesarchiv/Wikimedia mit
Nemmersdorf125

Zeitsprung zurück in die Barbarei

Vor siebzig Jahren wütete die Rote Armee in Ostpreußen. Das Massaker von Nemmersdorf symbolisiert dabei wie wenig andere Ereignisse die Kriegsverbrechen der Sowjets und ihre Blutspur auf dem Weg nach Berlin. mehr »