Geschichte · „Ab heute glaube ich nicht mehr an den Fußballgott“ Ende der Bundesligasaison: Vor 20 Jahren entschied sich die Meisterschaft in einer bis dato unbekannten Dramatik zwischen Schalke 04 und Bayern München. Schalkes damaliger Manager Rudi Aussauer haderte mit höheren Mächten und ein Sportreporter wurde zur tragischen Gestalt.
Geschichte · Sprung in den Tod Vor achtzig Jahren eroberten deutsche Fallschirmjäger unter schweren Verlusten die griechische Insel Kreta. Beim „Unternehmen Merkur“ starben mehrere tausend Soldaten, die Luftwaffe verlor Hunderte Maschinen.
Geschichte · Aus eigenem Aufmarsch rasch losschlagen Im Juni jährt sich das „Unternehmen Barbarossa“ – der deutsche Angriff auf die Sowjetunion – zum achtzigsten Mal. Doch was von der offiziellen Geschichtsschriebung gern ignoriert wird: Schon Mitte Mai 1941 drängte Marschall Schukow Stalin eindringlich, den Deutschen zuvorzukommen.
Geschichte · Auftragsmörder von Moskaus Gnaden oder nur ein Verrückter? Vor 40 Jahren eröffnete ein Attentäter das Feuer auf Papst Johannes Paul II. und verletzte den Pontifex lebensgefährlich. Zunächst vermutete man den bulgarischen Geheimdienst hinter dem Anschlag. Doch die Aussagen des verhafteten Täters ließen immer mehr Zweifel daran aufkommen.
Geschichte · Sechs Schüsse im Mai Vor 40 Jahren wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz Herbert Karry ermordet. Er war das erste politische Attentatsopfer der Nachkriegsgeschichte. Mit der Tatwaffe wurde zeitweise auch der spätere Außenminister Joschka Fischer in Verbindung gebracht.
Geschichte · Die mythische Aura des Unbeugsamen Ein Politiker wie Kurt Schumacher wäre heute in der SPD auf der Abschußliste seiner Parteifreunde. Der Vorsitzende der Sozialdemokraten, der am 10. Mai 1946 zum Parteivorsitzenden gewählt wurde, war ein Patriot, der polarisierte. Für seine Überzeugungen litt er jahrelang im KZ.
Geschichte · Elsaß-Lothringen: Sehnsucht nach den blauen Gipfeln der Vogesen Nach dem Sieg im deutsch-französischen Krieg wurde Elsaß-Lothringen ein Teil des neu entstandenen Deutschen Reiches. Doch das geschlagene Frankreich ließ sein verlorenes Territorium nie aus dem Blick. Der Wunsch nach Revanche blieb über Jahrzehnte lebendig.
Geschichte · Napoleon – Ein Condottiere verwaltet Europa Napoleon Bonaparte war ein europäisches Phänomen. Angetreten, um Frankreich nach den Wirren der Revolution wieder Stabilität zu geben, stürzte er Europa in Kriege. Doch letztlich konnte auch er den Aufstieg einer neuen Globalmacht nicht verhindern.
Geschichte · Zum Abschuß freigegeben Von Walter Ulbricht bleibt vor allem seine dreiste Lüge, mit der er den Berliner Mauerbau leugnete, in Erinnerung. Der spitzbärtige Sachse mit der Fistelstimme wurde vor 50 Jahren politisch kaltgestellt und verschwand in den Folgejahren mehr und mehr aus dem öffentlichen Gedächtnis der DDR.
Geschichte · Ein brutales Fanal der Unterdrückung Beim Versuch, ein Kind in Sicherheit zu bringen, wird der Lehrer Franz Innerhofer am Bozner „Blutsonntag“ vor 100 Jahren von italienischen Faschisten erschossen. Das Ereignis war nicht nur eine menschliche Tragödie, sondern auch ein Fanal dafür, was auf Südtirol in den nächsten Jahrzehnten unter italienischer Herrschaft zukommen sollte.
Geschichte · Als „Kirchen-Juste“ für einen Tag die Monarchie wachrief Vor hundert Jahren wurde die verstorbene Kaisergattin Auguste Victoria in Potsdam beerdigt. Mehr als 200.000 Menschen säumten den Trauerzug. Für einen kurzen Moment lebte das alte Kaiserreich praktisch noch einmal auf.
Geschichte · Kennedys Fiasko in der Schweinebucht Vielen ist John F. Kennedy als guter US-Präsidenten in Erinnerung. Dabei unterliefen dem Demokraten während der ersten einhundert Tage seiner Amtszeit zwei gravierende Fehler. Das Schweinebucht-Fiasko bescherte ihm zahlreiche Feinde und führte später zu einer Eskalation des Kalten Krieges.
Geschichte · „Teufel so zahlreich wie Ziegel auf den Dächern“ Der Auftritt des Reformators Martin Luther vor dem Reichstag zu Worms vor 500 Jahren gilt als Schlüsselereignis der Reformation. Um die Vorgänge ranken sich allerlei Legenden. Dabei spielen auch ein wundersam zersprungenes Glas und ein berühmter Söldnerhauptmann eine Rolle.
Geschichte · Legendenbildung um die Reise zu Chruschtschow Bei der Zeitung „Die Welt“ erliegt man mittlerweile Legenden der eigenen Vergangenheit, wie beispielsweise rund um die Moskaureise des Verlegers Axel Springer und des Journalisten Hans Zehrer zum damaligen Sowjetchef Nikita Chruschtschow. Dabei werden jedoch wesentliche historische Hintergründe ausgeklammert. Eine Replik.
Geschichte · Mit vollem Risiko vor den Amerikanern Vor sechzig Jahren flog der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin als erster Mensch ins All. Die Mission von „Wostok 1“ barg erhebliche Risiken, doch diese wurden im Wettstreit mit den Vereinigten Staaten in Kauf genommen.
Geschichte · Wettlauf mit den Briten und der Schlammperiode Vor 80 Jahren begann der Balkanfeldzug der Wehrmacht. Er war aus deutscher Sicht notwendig geworden, weil der erhoffte „Blitzkrieg“ der verbündeten Italiener gescheitert war. Außerdem standen rund 50.000 Briten zur Unterstützung Griechenlands bereit.
Geschichte · Der politische Raum wird neu geordnet – Aufstieg der AfD Seit der Wiedervereinigung floriert der „Kampf gegen Rechts“. Dennoch konnte sich in Deutschland in den vergangenen Jahren mit der AfD eine Partei rechts der CDU etablieren. Sie zeigt auch, daß sogenannte Populisten erfolgreich sein können. Zugleich deutet sich ein „postliberales“ Zeitalter an.
Geschichte · „Freiheit statt Sozialismus“ – Keine Alternative zur Union nach dem „Machtwechsel“ Die Union versuchte in den 1970er Jahren erfolgreich, die Entstehung einer politischen Kraft rechts von ihr zu unterbinden. Zugleich traf ihr Slogan „Freiheit statt Sozialismus“ in der Bevölkerung einen Nerv. Am Ende des Jahrhunderts konnte der Eindruck entstehen, als gebe es rechts von CDU/CSU überhaupt kein begehbares politische Terrain mehr.
Geschichte · Die Union paßt sich an, die NPD betritt die Bühne Die Bildung der Großen Koalition 1966 schaffte Platz auf der rechten Seite des bundesdeutschen Parteienspektrums. Den wollte die zwei Jahre zuvor gegründete NPD besetzen. Erste Erfolge an den Wahlurnen ließen die Nationaldemokraten auf den Einzug in den Bundestag hoffen.
Geschichte · Organisation Gehlen: die Wiege des BND Ähnlich wie bei der Bundeswehr mußten die Westalliierten auch bei der Schaffung eines westdeutschen Geheimdienstes auf Fachleute aus dem Dritten Reich zurückgreifen. So oblag einem ehemaligen Generalmajor der Wehrmacht die Aufgabe, den Bundesnachrichtendienst aufzubauen. Schon die Anfänge muten wie eine Episode aus einem Agentenfilm an.
Geschichte · Der Kern der Nationalen Opposition – Die Deutsche Reichspartei Die Deutsche Reichspartei (DRP) konnte sich in der jungen Bundesrepublik schnell als „reguläre Partei“ der „Nationalen Opposition“ etablieren. Es gelang ihr, verschiedene Strömungen der politischen Rechten zu sammeln. Doch ihr rein taktisches Verhältnis zur demokratischen Ordnung und ein Skandal sollten nicht die einzigen Probleme bleiben.
Geschichte · Als Atommacht kurzzeitig ausgeschaltet Vor 40 Jahren verletzte ein Attentäter US-Präsident Ronald Reagan schwer. Der Staatschef konnte durch eine Notoperation gerettet werden. Der Mordanschlag offenbarte zugleich erhebliche Sicherheitslücken hinsichtlich der atomaren Verteidigungsfähigkeit der Weltmacht.
Geschichte · Wiedervereinigung durch Blockfreiheit – Die Nationalneutralisten Im aufkommenden Kalten Krieg propagierte ein Teil der politischen Rechten in Westdeutschland einen Neutralitätskurs. Derartige Ansichten wurden jedoch von den offiziellen Stellen der Bundesrepublik bekämpft. Im Milieu der Neutralisten tauchte auch ein prominenter ehemaliger Nationalsozialist auf.
Geschichte · Der Acker bleibt sein Grab Ein Vermißtenforscher will den deutschen Luftwaffensoldaten Albrecht Risop, der nach einem Abschuß 1942 mit seiner Maschine in einen Acker stürzte, nach all den Jahren würdevoll auf einem Friedhof beisetzen lassen. Die Behörden stellen sich quer: Das Ackergrab sei würdevoll genug.
Geschichte · Kein Viertes Reich – Die Sozialistische Reichspartei Die Sozialistische Reichspartei sorgte 1951 mit Wahlerfolgen in Norddeutschland für Unruhe in der jungen Bundesrepublik. Während Zeitzeugen eine Wiederkehr des Nationalsozialismus befürchteten, zeigte sich bald, daß ihr kein dauerhafter Erfolg beschieden sein sollte.