Geschichte · „Gegen die rote Flut“ – Der Bürgerblock In der Nachkriegszeit formierten sich im bürgerlichen und rechten Lager die ehemaligen Parteien der Weimarer Republik. An einer Neuauflage der katholischen Zentrumspartei hatte gerade Konrad Adenauer hingegen kein Interesse. Die Idee, die FDP und andere Rechtsparteien zu einer „Nationalpartei“ zu vereinen, blieben Planspiele.
Geschichte · Wie ein Ritt durch die Hölle Der tschechische Historiker Jiri Padavet hat die Verbrechen an sudetendeutschen Zivilisten und Kriegsgefangenen nach dem 8. Mai 1945 dokumentiert. Die von den Nationalsozialisten in Gang gesetzte Gewaltmaschinerie endete an diesem Tag nicht, Wut und Rache entluden sich stattdessen an den Opfern der „wilden Vertreibung“.
Geschichte · Vor 75 Jahren wurde die Deutsche Konservative Partei – Deutsche Rechtspartei gegründet Im März 1946 wurde in der Britischen Besatzungszone die Deutsche Konservative Partei – Deutsche Rechtspartei ins Leben gerufen, in der „alle konservativ, christlich und national eingestellten Deutschen ihre politische Heimstatt finden“ sollten. Bis auf einige kommunale Erfolge scheiterte das Projekt allerdings recht schnell.
Geschichte · Im Widerspruch Vor einem Dreivierteljahrhundert starb Clemens August Graf von Galen. Als geschichtliche Figur entzieht sich der Erzbischof von Münster und Gegner des Nationalsozialismus allerdings einfachen schematischen Einordnungen. Eine Annäherung an den „Löwen von Münster“.
Geschichte · Trotz Sieg an der Wahlurne ging Oberschlesien verloren Nach dem Ersten Weltkrieg versuchte Polen hartnäckig, die deutschen Ostprovinzen in seinen Besitz zu bringen. Dabei kam dem neugeschaffenen Staat zugute, daß die Westalliierten seinen Forderungen nachkamen und das Ergebnis der oberschlesischen Volksabstimmung ignorierten.
Geschichte · Osteuropas Neuordnung nur unter Vorbehalt Der Friedensvertrag von Riga, den Polen und die Sowjetunion vor 100 Jahren unterzeichnete, beendete die vorläufigen Träume Lenins von der Weltrevolution. Nach der Niederlage der Roten Armee schien kurzzeitig ein Großpolen Realität werden zu können.
Geschichte · Sturmtrupp der Revolution Mit dem Kronstädter Aufstand wenden sich Matrosen der Baltischen Flotte im Frührjahr 1921 gegen die Bolschewiki. Diese griffen brutal durch und schlugen das Aufbegehren blutig nieder. Wer nicht sofort erschossen wurde, starb in Arbeitslagern jämmerlich bei Hunger und Kälte.
Geschichte · Der unrühmliche Asylant Im März 1921 erschoß ein Armenier mit Talaat Pascha einen der Verantwortlichen für den Genozid an seinem Volk in Berlin. Im anschließenden Verfahren wurde der Attentäter vom Mordvorwurf freigesprochen.
Geschichte · Ehrbarkeit galt nur unter Partnern Das Handelsnetzwerk der Hanse erstreckte sich in der Frühen Neuzeit über den Nord- und Ostseeraum. Entgegen allgemeiner Vorstellung war es jedoch kein reines Seebündnis, sondern auch an Land mächtig. Der Historiker Hiram Kümper räumt in seinem neuen Werk mit einigen Klischees über die Hanse auf.
Geschichte · „Das Kaiserreich rückt uns näher“ War das deutsche Kaiserreich liberal und ein Staat wie andere auch? Über diese Frage streitet die Forschung auch 150 Jahre nach der Reichsgründung. Der Potsdamer Historiker Dominik Geppert plädiert für eine differenzierte Betrachtung und kritisiert eine zu einseitige Bewertung.
Geschichte · Liberalisierung unterm Stahlhelm – eine haarige Angelegenheit Vor 50 Jahren bot die Bundeswehr einen für Zeitgenossen irritierenden Anblick: Langhaarige Rekruten dienten in den Streitkräften. Durch den Haarerlaß von Verteidigungsminister Helmut Schmidt (SPD) sollte die gesellschaftliche Liberalisierung auch in der Armee zum Ausdruck kommen.
Geschichte · Als der „Eiserne Seehund“ ertrank Bis die Kriegsgegner im Ersten und Zweiten Weltkrieg vor den deutschen U-Booten zitterten, war es ein weiter Weg. Am 1. Februar 1851 unternahm der Ingenieur Wilhelm Bauer die erste Tauchfahrt mit seinem „Eisernen Seehund“ in der Kieler Förde.
Geschichte · Bündischer Aufbruch In der Zwischenkriegszeit geriet das Lager der Bündischen Jugend in Deutschland in Bewegung. Die Neupfadfinder versuchten, die Beziehung zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft anders als bisher zu bestimmen. Man lehnte die Neigung zum Drill bei den älteren Pfadfinderorganisationen ab, betonte aber die Notwendigkeit von Gefolgschaft und Disziplin.
Geschichte · Unter schwarzen Fahnen Bei den aktuellen Bauernprotesten gegen die Politik der Bundesregierung taucht sie wieder auf: die schwarze Fahne der Landvolkbewegung. Sie sorgt bei Politikern für Unruhe, die ihre Bedeutung und die der Bewegung nicht kennen und verstehen. Eine Einordnung von Karlheinz Weißmann.
Geschichte · Der Chefhistoriker heißt Wladimir Putin Der russische Politologe Andrej Kolesnikov wirft Wladimir Putin vor, eine Geschichtspolitik der „Reinwaschung“ zu betreiben und den Diktator Stalin zunehmend in ein gutes Licht zu rücken. Damit wehre sich der Präsident gegen die angebliche Sicht der EU, Rußlands Verhalten gegenüber der Ukraine stehe in der Kontinuität des Imperialismus des Massenmörders.
Geschichte · Ohne Wehrmachtsbezug ging es nicht Außen preußisch, innen sozialistisch – so präsentierte sich die Nationale Volksarmee der DDR. Ihr Gründungsdatum, der 18. Januar 1956, fiel auf den Jahrestag der Reichsgründung. Trotz des antifaschistischen Selbstverständnisses der DDR ging es nicht ohne Wehrmachtsveteranen.
Geschichte · Von wegen unzivilisierter Militärstaat Die Klischees über das 1871 gegründete Deutsche Reich sind wenig schmeichelhaft. Ein unzivilisierter Militärstaat sei es gewesen. Doch ein Vergleich mit den späteren Kriegsgegnern Frankreich und Großbritannien korrigiert das schiefe Bild.
Geschichte · Reichsgründung: 150 Jahre deutscher Nationalstaat Es ist ein großes Datum deutscher Geschichte: der 18. Januar 1871, die Gründung des Deutschen Reiches. Doch während der sozialdemokratische Kanzler Willy Brandt das Werk Bismarcks zum 100. Jahrestag noch angemessen würdigte, herrscht heute im Bundeskanzleramt Schweigen. Dabei steht die Bundesrepublik nicht nur historisch in der Tradition des Kaiserreichs. Ein JF-TV-Spezial mit Karlheinz Weißmann.
Geschichte · Probleme mit der Krone Im Vorfeld der Reichseinigung 1871 gab es strittige Fragen über den Krönungsort, die Krönungsweise und die Insignien des künftigen Reiches. Mit Blick auf die deutsche Geschichte mußte manches berücksichtigt werden. Außerdem existierte mit dem österreichischen noch ein Kaisertum auf deutschem Boden.
Geschichte · Uncle Joe bekommt viele Geschenke Von 1933 an verständigten sich die USA immer stärker mit dem sowjetischen Diktator Josef Stalin. In der Folgezeit verklärte sich das Bild Stalins in der US-Öffentlichkeit immer mehr. Wie verhängnisvoll Roosevelts Politik für Europa war, zeigte sich dann zehn Jahre später auf der Konferenz von Casablanca.
Geschichte · „Man muß mehr Rauch von brennenden Dörfern sehen“ War der Krieg von 1870/71 bereits eine Vorstufe zu den Vernichtungskriegen des 20. Jahrhunderts? Französische Freischärler griffen Versorgungsdepots abseits der Linien an. Als Reaktion brannten deutsche Kräfte ganze Dörfer nieder.
Geschichte · „Ich habe mich nicht wollen belügen lassen“ Was bleibt vom Wirken des preußischen Historikers Leopold von Ranke, der einst zeigen wollte, „wie es eigentlich gewesen“? Er war Zeitzeuge der deutschen Reichseinigung und blieb dabei doch reserviert gegenüber Bismarcks Erfolgen.
Geschichte · „Für das Recht aller Heimatvertriebenen“ Vor 70 Jahren setzten zwei Heidelberger Studenten zusammen mit zwei Journalisten von Cuxhaven in einem Kutter nach Helgoland über. Die Insel war zu diesem Zeitpunkt menschenleer. Sie wollten mit einer spektakulären Aktion gegen die andauernde Bombardierung Helgolands durch die Briten protestieren.
Geschichte · Blutdonnerstag an der Leninwerft Vor 50 Jahren starben am 17. Dezember 1970 in Danzig polnische Arbeiter im Kugelhagel kommunistischer Milizen. Ausgangspunkt der Unruhen waren steigende Lebensmittelpreise und die notorische Unterversorgung der Bevölkerung. Doch die Führung der kommunistischen Partei ließ die Proteste brutal zusammenschießen.
Geschichte · Sizilien kettete den Kaiser an Italien Vor 770 Jahren starb der Stauferkaiser Friedrich II. Der Dauerkonflikt mit dem Papst bestimmte seine Regentschaft. Der Ursprung dafür lag in einem territorialen Erbe, das ihn zeitlebens in Italien band.