BERLIN. Das Einkommen der Deutschen ist seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich langsamer gestiegen als die Verbraucherpreise. Während die Inflation von 2020 bis 2025 bei 21,8 Prozent lag, stiegen die Einkommen im selben Zeitraum nur um etwa elf Prozent, wie das Statistische Bundesamt laut Welt auf eine Anfrage des BSW bekannt gab.
Das mittlere Einkommen (Median) erhöhte sich in diesem Zeitraum um 11,2 Prozent – es stieg von knapp 26.000 Euro auf etwa 28.900 Euro. Das Durchschnittseinkommen stieg ebenfalls um knapp elf Prozent, von fast 29.900 Euro auf etwa 33.300 Euro.
Das Median-Einkommen zeigt dabei Mitte der Gehälter an. Die Hälfte aller in Deutschland lebenden Personen verdient mehr und die Hälfte weniger.
Wagenknecht fordert Wiederinbetriebnahme von Nord Stream
BSW-Chefin Sahra Wagenknecht kritisierte die Zahlen auf X deutlich. Sie zeigten, dass „die Mehrheit der Bürger seit Corona und Ukraine-Krieg erheblich an Wohlstand verloren“ hätten. „Das sind keine kleinen Einschnitte, sondern massive Kaufkraftverluste. Die Politik der vergangenen fünf Jahre hat die Deutschen deutlich ärmer gemacht.“
Wagenknecht forderte die Bundesregierung auf, den CO₂-Preis abzuschaffen und die Nord-Stream-Pipeline wieder zu reaktivieren. Um Wirtschaft und Verbraucher vor steigenden Energiepreisen zu schützen, solle wieder russisches Öl eingeführt werden. Aufgrund des aktuellen US-Angriffs auf den Iran (JF berichtete) drohten Preisschocks „an der Zapfsäule und im Heizkeller, aber auch in der Industrie“.
Die neuen Zahlen zeigen, dass die Mehrheit der Bürger seit Corona und Ukraine-Krieg erheblich an Wohlstand verloren hat. Die Einkommensentwicklung liegt seit 2020 zehn Prozentpunkte unterhalb der Teuerung. Das sind keine kleinen Einschnitte, sondern massive Kaufkraftverluste. Die… pic.twitter.com/i7uToOI6t9
— Sahra Wagenknecht (@SWagenknecht) March 4, 2026
Zuletzt hatte das Statistische Bundesamt gemeldet, dass die Reallöhne wieder aufgeholt hatten. 2025 sollen sie fast wieder das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 erreicht haben. (lb)





![[M] Ein gelbes Schild mit leichtem Riss und der Aufschrift: "Deutsche Wirtschaft" an einer Wand mit aufgeplatzter Farbe und einem grossen Riss sowie einem Portrait von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Schmollmund als Scherenschnitt. Foto mit Composing als Symbolbild fuer die anhaltend schwaechelnde Wirtschaft in Deutschland und die grosse Aufgabe, diese wieder durch angepasste Rahmenbedingungen zum Laufen zu bringen. Hat Friedrich Merz zu viel versprochen? Wenn die wertschöpfung zusammenbricht](https://assets.jungefreiheit.de/2026/03/558470510.jpg)