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Wirtschaftskrise: Familienunternehmen ist nach behördlicher Blockade pleite

Wirtschaftskrise: Familienunternehmen ist nach behördlicher Blockade pleite

Wirtschaftskrise: Familienunternehmen ist nach behördlicher Blockade pleite

Mario Voigt (l, CDU), Ministerpräsident von Thüringen, spricht mit Karlotta Gründobler, Geschäftsführerin der Eliog Industrieofenbau GmbH, während seiner Sommertour "Unterwegs im Grünen Herzen Deutschlands". Am 5. September 2025 stehen Unternehmen in den Bezirken der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer Südthüringen sowie der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer Erfurt auf dem Programm. Es hat Insolvenz in Eigenverantwortung beantragt.
Mario Voigt (l, CDU), Ministerpräsident von Thüringen, spricht mit Karlotta Gründobler, Geschäftsführerin der Eliog Industrieofenbau GmbH, während seiner Sommertour "Unterwegs im Grünen Herzen Deutschlands". Am 5. September 2025 stehen Unternehmen in den Bezirken der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer Südthüringen sowie der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer Erfurt auf dem Programm. Es hat Insolvenz in Eigenverantwortung beantragt.
Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) spricht mit der Geschäftsführerin von Eliog, Karlotta Rupprecht: Mit dem geplanten Neubau wollte das Unternehmen Arbeitsplätze sichern. Foto: picture alliance/dpa | Martin Schutt
Wirtschaftskrise
 

Familienunternehmen ist nach behördlicher Blockade pleite

Wegen des Thüringer Bau- und Verkehrsamts muss „Eliog“ jahrelang auf seinen Neubau warten, mit dem das Familienunternehmen Arbeitsplätze sichern wollte. Ministerpräsident Voigt versprach Hilfe und lobte das Unternehmen – jetzt ist es trotzdem pleite.
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RÖMHILD. Das über 100 Jahre alte Familienunternehmen „Eliog Industrieofenbau“ hat beim Amtsgericht Meiningen Insolvenz in Eigenverantwortung beantragt. „Die Kunden diskutieren intensiv, reduzieren geplante Aufträge oder verschieben diese in das Jahr 2027. Zugleich verschärft sich der internationale Preiswettbewerb“, sagte Stefan G. Mairiedl, Sanierungsgeschäftsführer des Industrieunternehmens. „Der Antrag war geboten, da das Unternehmen Forderungen und fällige Verbindlichkeiten absehbar weder termingerecht noch vollständig begleichen kann.“

Noch im vergangenen Jahr sorgte die Eigentümerin des Unternehmens, Karlotta Rupprecht, mit einem Video für Aufsehen. Auf „LinkedIn“ kritisierte sie weinend das Thüringer Bau- und Verkehrsamt, das rund zwei Jahre lang keine Genehmigung für den Bau einer Zufahrtsstraße zu einem vorgesehenen Neubau erteilte.


Das Gebäude sei geplant worden, um „den Standort auszuweiten, zu verlagern, um größer zu bauen, Arbeitsplätze zu sichern und in die Zukunft zu schauen“, erklärte Rupprecht in einem weiteren Video. Darin wies sie darauf hin, dass es „zugegebenermaßen momentan im produzierenden Gewerbe eher etwas düster ist“.

Ministerpräsident Voigt hat Unterstützung versprochen

Zwei Monate später besuchte Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) das Unternehmen und sprach mit Rupprecht. Während des Termins drehte die Landesregierung ein Video, in dem sie das „Bürokratieproblem“ benannte und ankündigte, dass die Thüringer Landesregierung anpacken werde.


„Dass wir von der Landesregierung auch unterstützen konnten, dass diese Investition schneller passiert, dass tatsächlich auch bürokratische Hürden aus dem Weg geräumt wurden, zeigt: Ermessen auszuüben bedeutet auch ermöglichen, und damit wirtschaftliche Kraft für Thüringen hinzubekommen“, sagte der Ministerpräsident. „Es ist eine stolze Firma. Und Frau Rupprecht und ihr Team sind wirklich ganz wunderbar, und sie sind ein Beispiel dafür, was Thüringen industriell kann.“ Die Zufahrtsstraße wurde anschließend genehmigt.

Unternehmen versucht sich zu retten

Sanierungsgeschäftsführer Mairiedl kündigte an, die Unternehmensleitung „führt den laufenden Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter und prüft gemeinsam mit dem vorläufigen Sachwalter alle Möglichkeiten, die Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern auf einer stabilen Basis fortzuführen“.

Durch Insolvenzgeld sollen die Löhne der 74 Mitarbeiter bis einschließlich Juni gesichert sein. (mas)

Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) spricht mit der Geschäftsführerin von Eliog, Karlotta Rupprecht: Mit dem geplanten Neubau wollte das Unternehmen Arbeitsplätze sichern. Foto: picture alliance/dpa | Martin Schutt
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