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Nach Bundesparteitag: Zentralrats-Präsident wird deutlich: „Linkspartei für Juden unwählbar“

Nach Bundesparteitag: Zentralrats-Präsident wird deutlich: „Linkspartei für Juden unwählbar“

Nach Bundesparteitag: Zentralrats-Präsident wird deutlich: „Linkspartei für Juden unwählbar“

Das Bild zeigt den Präsidenten des Zentralrates der Juden, Josef Schuster. Er kritisiert die Linkspartei.
Das Bild zeigt den Präsidenten des Zentralrates der Juden, Josef Schuster. Er kritisiert die Linkspartei.
Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster: Linkspartei als „unwählbar“ bezeichnet. Foto: picture alliance/dpa | Soeren Stache
Nach Bundesparteitag
 

Zentralrats-Präsident wird deutlich: „Linkspartei für Juden unwählbar“

Der Parteitag der Linkspartei fasst einen Beschluss, der Israel einen „Genozid“ vorwirft. Der Präsident des Zentralrates der Juden, Josef Schuster, nennt die Partei deshalb „unwählbar“. Auch die Fußball-WM wurde diskutiert.
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BERLIN. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat die Linkspartei scharf kritisiert und als „unwählbar“ bezeichnet. Hintergrund ist ein Beschluss vom Bundesparteitag am vergangenen Wochenende, der einerseits die historische Verantwortung Deutschlands für den Holocaust betont, andererseits aber von einem „Genozid“ am palästinensischen Volk spricht. „Statt sich mit dem wachsenden Antisemitismus zu befassen, der gerade auch von linken Gruppen forciert wird, nutzt die Linke ihren Bundesparteitag für Lippenbekenntnisse zum Schutz jüdischen Lebens, die zwischen Boykottunterstützung und ‚Genozid‘-Vorwürfen gegen Israel jede Glaubwürdigkeit verlieren“, sagte Schuster dem Tagesspiegel.

Der RIAS-Jahresbericht (Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus, Anm. d. Red.) habe erst unlängst „einen Höchststand antisemitischer Vorfälle in Deutschland belegt“, betonte Schuster mit Blick auf den aktuellen Bericht der NGO. Dort wird eine Zahl von durchschnittlich 24 antisemitischen Vorfällen am Tag gesprochen.

Linkspartei hadert mit der Fußball-WM

Auch andere Vorfälle beim Parteitag der Linkspartei sorgten für Kritik. So warf der mit 53 Prozent der Stimmen neugewählte Parteichef Luigi Pantisano der Union vor, „faschistische Politik“ zu betreiben. Das hatte teilweise auch in den eigenen Reihen für Kritik gesorgt, beim Parteitag rechtfertigte sich Pantisano damit, dass die Bild-Zeitung seine „zugespitzte Aussage“ aus einem „gewissen Kontext“ gerissen habe.

Außerdem war es zu Diskussionen über den Umgang mit der Fußball-WM und der Deutschen Nationalmannschaft gekommen (JF berichtete). Bereits im Vorfeld wurde beschlossen, das Spiel der DFB-Auswahl gegen Südafrika nach dem Parteitag zu übertragen. Ein Delegierter, der nicht namentlich genannt wird, soll laut dem Focus eine kritische Einordnung gefordert haben. „Ich hasse die Fifa und Infantino (Gianni Infantino ist der Präsident der Fifa, Anm. d. Red.) ist ein Faschist“, begründete der Delegierte seinen Antrag.

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Dieser wurde abgelehnt – jedoch hatten sich die Parteiverantwortlichen schon im Vorfeld um einen Kompromiss bemüht. In den Verhaltensregeln für das Fußballspiel hieß es: „Keine Fahnen, kein Nationalismus, kein Stress!“ (st)

Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster: Linkspartei als „unwählbar“ bezeichnet. Foto: picture alliance/dpa | Soeren Stache
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