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Kulturpolitik: Weimer warnt vor AfD-Angriff auf Weihnachten

Kulturpolitik: Weimer warnt vor AfD-Angriff auf Weihnachten

Kulturpolitik: Weimer warnt vor AfD-Angriff auf Weihnachten

Wolfgang Weimer (M), Kulturstaatsminister, nimmt an der Sitzung des Bundeskabinetts im Bundeskanzleramt teil.
Wolfgang Weimer (M), Kulturstaatsminister, nimmt an der Sitzung des Bundeskabinetts im Bundeskanzleramt teil.
Kulturstaatsminister Wolfgang Weimer will weiter Weihnachten feiern. Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Kulturpolitik
 

Weimer warnt vor AfD-Angriff auf Weihnachten

Ein abgelehnter AfD-Antrag nimmt christliche Feiertage ins Visier. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer warnt vor völkischer Kulturpolitik – und stellt sich demonstrativ an die Seite von „Team Weihnachten“.
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BERLIN. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat vor kulturpolitischen Plänen in der AfD gewarnt. In einem Interview verwies er auf einen Antrag beim AfD-Parteitag, christliche Feiertage abzuschaffen und durch germanische Feste zu ersetzen. Genannt worden seien etwa Wintersonnenfest und Julfest. Der Antrag wurde abgelehnt.

Weimer sieht in dem Vorstoß dennoch ein deutliches Signal. „Schafft Weihnachten ab, macht das Julfest – da weißt du, es geht um die fundamentale Frage unserer Gesellschaft“, sagte er. Er selbst sei „absolut vom Team Weihnachten“.

Weimer und „Treibholz aus dem 19. Jahrhundert“

Der Kulturstaatsminister sieht hinter solchen Vorschlägen eine größere politische Linie. Es gehe darum, Deutschland völkisch neu zu definieren. Die christlich-jüdische Traditionslinie sei für Deutschland so tief prägend, dass ein frontaler Kampf dagegen eine „revolutionäre Intention“ habe – „genau wie die Nazis“. Weimers Satz, man wolle doch „nicht wirklich zurück in das Völkische, in ein germanisches Konstrukt“, war dabei als Warnung vor dieser Richtung gemeint. An der Weihnachtsfrage werde sichtbar, worum es in der Debatte gehe.

Nach Weimers Darstellung bietet die AfD „Neonationalismus“ und „altes Treibholz aus dem 19. Jahrhundert“ an. Die gesellschaftliche Mitte müsse den antikirchlichen Reflex der Partei stärker benennen. Seine Folgerung im Gespräch mit dem Stern: Wer weiter „Team Weihnachten“ sei, solle die AfD nicht wählen. (rr)

Kulturstaatsminister Wolfgang Weimer will weiter Weihnachten feiern. Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
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