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Influencer, Agenturen, Anzeigen: Bundesregierung zahlt knapp 60 Millionen Euro für Werbung

Influencer, Agenturen, Anzeigen: Bundesregierung zahlt knapp 60 Millionen Euro für Werbung

Influencer, Agenturen, Anzeigen: Bundesregierung zahlt knapp 60 Millionen Euro für Werbung

Bamberg, Deutschland 03.11.2025: Im Bild: Plakat der Bundeswehr zur Personalgewinnung mit dem Slogan „Von Zielen träumen. Und sie erreichen.“. Teile des Motivs, darunter Logo und QR-Code, wurden abgerissen und unkenntlich gemacht. Symbolbild für beschädigte Außenwerbung und öffentliche Wahrnehmung von Bundeswehr-Kampagnen. Plakat der Bundeswehr (Symbolbild): Am meisten hat mit 42 Millionen Euro das Bundesverteidigungsministerium für „zielgruppenorientierte personalwerbliche Kampagnenmotive“ und zusätzlich knapp drei Millionen Euro für den „Veteranentag“ ausgegeben. Foto: picture alliance / Fotostand | Fotostand / Michael Gründel
Bamberg, Deutschland 03.11.2025: Im Bild: Plakat der Bundeswehr zur Personalgewinnung mit dem Slogan „Von Zielen träumen. Und sie erreichen.“. Teile des Motivs, darunter Logo und QR-Code, wurden abgerissen und unkenntlich gemacht. Symbolbild für beschädigte Außenwerbung und öffentliche Wahrnehmung von Bundeswehr-Kampagnen. Plakat der Bundeswehr (Symbolbild): Am meisten hat mit 42 Millionen Euro das Bundesverteidigungsministerium für „zielgruppenorientierte personalwerbliche Kampagnenmotive“ und zusätzlich knapp drei Millionen Euro für den „Veteranentag“ ausgegeben. Foto: picture alliance / Fotostand | Fotostand / Michael Gründel
Plakat der Bundeswehr (Symbolbild): Am meisten hat mit 42 Millionen Euro das Bundesverteidigungsministerium für „zielgruppenorientierte personalwerbliche Kampagnenmotive“ und zusätzlich knapp drei Millionen Euro für den „Veteranentag“ ausgegeben. Foto: picture alliance / Fotostand | Fotostand / Michael Gründel
Influencer, Agenturen, Anzeigen
 

Bundesregierung zahlt knapp 60 Millionen Euro für Werbung

Ob Plakate, Internetwerbung oder TikTok-Kampagnen: Die Bundesregierung lässt sich ihre Öffentlichkeitsarbeit viel kosten. Zwar sinken die Gesamtausgaben, doch ausgerechnet das Verteidigungsministerium legt deutlich zu.
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BERLIN. Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr knapp 60 Millionen Euro für Informationsmaßnahmen, Anzeigen, Kampagnen und Werbung ausgegeben. Die über Mediaagenturen abgerechnete Summe belief sich auf exakt 59.960.593,68 Euro, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Erwin Renner und seiner Fraktion.

Der Bund investierte knapp 30 Millionen Euro in Online-Werbung, 18,4 Millionen Euro in Außenwerbung, 3,4 Millionen Euro in Fernsehwerbung, 2,6 Millionen Euro in Print-Anzeigen sowie 1,7 Millionen Euro in Hörfunkwerbung und rund 750.000 Euro in Kinowerbung. Weitere 1,2 Millionen Euro flossen in medienübergreifende Maßnahmen.

Am meisten hat mit 42 Millionen Euro das Bundesverteidigungsministerium für „zielgruppenorientierte personalwerbliche Kampagnenmotive“ und zusätzlich knapp drei Millionen Euro für den „Veteranentag“ ausgegeben. Das Bundesfamilienministerium gab für seine Kampagnen rund 5,5 Millionen Euro aus, unter anderem 300.000 Euro für eine des Queerbeauftragten.

Wohin fließen die Ausgaben für Werbung?

Die über Mediaagenturen abgerechneten Aufwendungen beliefen sich 2025 auf knapp 60 Millionen Euro. Jedoch wurde beispielsweise die Auslandsöffentlichkeitsarbeit nicht erfasst. Unter anderem beauftragten die Bundesministerien aber auch Influencer für die Verbreitung verschiedener Kampagnen. Teilweise wurden Agenturen auch damit beauftragt, Werbung für die eigenen Internetkanäle der jeweiligen Ministerien und der ihnen unterstellten Behörden zu planen.

Außerdem wurden für einige Kampagnen Influencer mit Anzeigen beauftragt. Die gesamten Kosten wurden nicht bekanntgegeben, mit der Begründung, dass zur „Wahrung von Geschäftsgeheimnissen“ keine Einzelbeträge genannt werden können. Mindestens wurden aber 250.000 Euro an Influencer gezahlt.


Knapp 80.000 Euro flossen etwa über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in die Inklusionskampagne „Sorry, I can’t. But together we can.“ anlässlich des „Global Disability Summit 2025“. Die bekannteste unter ihnen ist die selbsternannte „einarmige Prinzessin“ Gina Antonia Rühl, die durch einen Motorradunfall einen Arm verlor und Einblicke in ihr Leben bietet. Allein auf der Plattform TikTok hat sie rund 1,3 Millionen Abonnenten.

Ausgaben sanken deutlich im Vergleich zum Vorjahr

Im Jahr zuvor lagen die Ausgaben für Informationsmaßnahmen, Anzeigen, Kampagnen und Werbung bei rund 90 Millionen Euro (JF berichtete). Damit sanken die Kosten um rund ein Drittel im Vergleich zu 2024. Allein in die Online-Anzeigen investierte die Bundesregierung fast 50 Millionen Euro.

Dafür stiegen die Werbeausgaben des Bundesverteidigungsministeriums von fast 35 Millionen Euro um rund zehn Millionen Euro an. (mas)

Plakat der Bundeswehr (Symbolbild): Am meisten hat mit 42 Millionen Euro das Bundesverteidigungsministerium für „zielgruppenorientierte personalwerbliche Kampagnenmotive“ und zusätzlich knapp drei Millionen Euro für den „Veteranentag“ ausgegeben. Foto: picture alliance / Fotostand | Fotostand / Michael Gründel
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