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„Unsere Demokratie“ demaskiert sich selbst: Korrekt entmenschlichen mit Hape Kerkeling

„Unsere Demokratie“ demaskiert sich selbst: Korrekt entmenschlichen mit Hape Kerkeling

„Unsere Demokratie“ demaskiert sich selbst: Korrekt entmenschlichen mit Hape Kerkeling

Das Bild zeigt den Komiker Hape Kerkeling.
Das Bild zeigt den Komiker Hape Kerkeling.
Der Komiker Hape Kerkeling: Viel Meinung, wenig Ahnung. Foto: IMAGO / Panama Pictures
„Unsere Demokratie“ demaskiert sich selbst
 

Korrekt entmenschlichen mit Hape Kerkeling

Hape Kerkeling zeigt immer mehr, wes Geistes Kind er ist: totalitär, kleingeistig, ein politischer Analphabet, der sich für Fakten nicht interessiert. Ein Kommentar.
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Hape Kerkeling wird von den großen Medien derzeit zum neuen Shootingstar „gegen Rechts“ hochstilisiert. Vor kurzem erklärte man ihn zum potenziellen Kandidaten für die Wahl zum Bundespräsidenten und nun heftet man ihm trotz – oder gerade wegen – seines eklatanten Mangels an politischem Sachverstand das Etikett des „Experten für Parteiverbotsverfahren“ ans Revers.

Der im hermetisch abgeriegelten Selbstverständnis „unserer Demokratie“ beheimatete Komiker nimmt die ihm angetragene Rolle als publikumswirksamer Lordsiegelbewahrer der linken Moralhegemonie kusshändisch entgegen und nutzt sie – Profi, der er ist –, um das durstig geneigte Ohr seines Publikums mit allerlei fantastischer Schaurigkeit zu besprenkeln.

Kerkeling vergleicht Querdenker mit Hamas-Sympathisanten

Besonders seine in der Jüdischen Allgemeinen abgedruckte Laudatio auf die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann anlässlich ihrer Ehrung mit der Josef-Neuberger-Medaille sticht heraus.

Laut Kerkeling zeige zwar der Anschlag auf Israel vom 7. Oktober 2023, „dass die Grundwerte unserer Gesellschaft mit Füßen getreten wurden“, doch liegt es in der Natur jeder gutmenschelnden Nabelschau, dass aus solcherlei Erkenntnis keine Kritik des islamistischen und linksradikalen Antisemitismus resultieren darf. Kerkelings Freundin „mit der sympathischen Art“ verlangt, dass er liefert.

Und so kommt er zunächst – nach gewissenhaftem Studium des Großen Lexikons der Sprichwörter und Redensarten „unserer Demokratie“ – zu dem Schluss, dass es „die Corona-Pandemie und die Querdenker“ gewesen seien, die „furchtbaren Antisemitismus“ offenbart hätten. Beweise dafür benötigt der neue Titelheld im „Kampf gegen Rechts“ ebenso wenig wie seine Zuhörer.

Hasserfüllten Kloakenvergleich formuliert

Natürlich ist eine linke Rede keine linke Rede, wenn sich der moralinsauer angeschwitzte Referent einer brachial-reduktionistischen Feindesmarkierung der AfD entzieht. „Viel Feind, viel Ehr’“ – so springt es Kerkeling metaphorisch von der Zunge, wenn er konstatiert: „Staat und Gesellschaft hätten dieser zersetzenden Gefahr im Schulterschluss entgegentreten müssen.“ Der Wille der selbsternannten Demokraten müsse stärker sein als der seiner Feinde.

Staat und Gesellschaft als unfragmentierte Gebilde und Einheitsfront gegen einen zur Übermacht wachsenden Feind, definiert von ebenjener Entourage, deren Doppelmoral und Ignoranz das Aufkommen dieses „Feindes“ nicht nur ermöglicht hat, sondern sich bis heute – dank Streisand-Effekt – in den Dienst seiner Konsolidierung stellt. Gibt es einen besseren Weg, sich politisch selbst zu diskreditieren? Ja, und Hape Kerkeling hat ihn im Gespräch mit Sandra Maischberger spitzhackig beschritten, indem er auf die Einordnung der AfD als „in Teilen rechtsradikal“ erklärte: „Wenn ich ein Glas Wasser habe und ein bisschen Kloakenwasser reintue, dann ist das ganze Glas ungenießbar – das kann ich wegschütten.“

Immerhin: Wer „korrekt“ entmenschlicht, hat womöglich gute Chancen auf ein Bett im Schloss Bellevue.

Der Komiker Hape Kerkeling: Viel Meinung, wenig Ahnung. Foto: IMAGO / Panama Pictures
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