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Illegale erhalten Bleiberecht: Warum die Zahl der Abschiebungen um 28 Prozent einbricht

Illegale erhalten Bleiberecht: Warum die Zahl der Abschiebungen um 28 Prozent einbricht

Illegale erhalten Bleiberecht: Warum die Zahl der Abschiebungen um 28 Prozent einbricht

Kaum noch Abschiebungen: Innenminister Alexander Dobrindt (CSU).
Kaum noch Abschiebungen: Innenminister Alexander Dobrindt (CSU).
Kaum noch Abschiebungen: Innenminister Alexander Dobrindt (CSU). Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Illegale erhalten Bleiberecht
 

Warum die Zahl der Abschiebungen um 28 Prozent einbricht

In den ersten drei Monaten wurden deutlich weniger Ausländer abgeschoben als im Vorjahrsquartal. Von den eine Million abgelehnten Asylbewerbern in Deutschland können nur noch wenige außer Landes gebracht werden.
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BERLIN. In den ersten drei Monaten dieses Jahres mussten nur noch 4.807 ausreisepflichtige Migranten Deutschland verlassen. Die Zahl der Abschiebungen sank damit um 1.344 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Rückgang beträgt 28,0 Prozent. Damit scheint die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) versprochene Migrationswende an ihr Ende gekommen zu sein.

Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor, über die zuerst die Neue Osnabrücker Zeitung berichtete. In den vergangenen fünf Jahren waren die Zahlen auf niedrigem Niveau kontinuierlich gestiegen. Im ersten Quartal folgte nun der Einbruch.

Mitte des Jahres 2025 waren im Ausländerzentralregister 949.086 Ausländer mit einem abgelehnten Asylantrag erfasst. Das teilte die Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Januar mit. Allerdings bekamen die meisten dennoch einen Aufenthaltstitel.

Abschiebungen kaum noch möglich

So lebten zu diesem Zeitpunkt rund 226.500 vollziehbar ausreisepflichtige Personen in Deutschland. Allerdings erhielten auch hiervon die allermeisten, etwa 185.000, eine Duldung. Damit können sie nicht mehr abgeschoben werden. Das heißt: Von der ursprünglich rund eine Million illegalen Migranten könnten aktuell nur noch 41.500 tatsächlich abgeschoben werden. Zudem platzen 2025 zwei von drei geplanten Abschiebungen (die JF berichtete).

Im ersten Quartal 2026 schob Deutschland am meisten in die Türkei (601), nach Georgien (266), Nordmazedonien (230), Spanien (192) sowie Marokko und Algerien (beide 178) ab. Nach Syrien und in den Iran wurden jeweils nur drei Menschen abgeschoben.

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Linke fordert Bleiberecht für die meisten

Die flüchtlingspolitische Sprecherin der Linken, Clara Bünger, nahm die von ihr erfragten Zahlen zum Anlass, um Abschiebungen generell zu kritisieren: „Es ist grundfalsch, Abschiebungen zu forcieren, wie es die aktuelle Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern tut.“

Sie forderte stattdessen „eine wirksame Bleiberechtsregelung, die Menschen eine sichere Perspektive eröffnet“. Spanien gehe hier mit gutem Beispiel voran. Die Linksregierung von Pedro Sánchez hatte kürzlich angekündigt, den Aufenthaltsstatus von rund 500.000 Migranten zu legalisieren, die bislang ohne gültige Papiere im Land leben. (fh)

Kaum noch Abschiebungen: Innenminister Alexander Dobrindt (CSU). Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
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