BERLIN. AfD-Chefin Alice Weidel hat im Bundestag einen Fall aus Nürnberg geschildert, bei dem Migranten minderjährige Mädchen mit Drogen gefügig gemacht und zur Prostitution gezwungen haben sollen (die JF berichtete). Während ihrer Rede kommt es im Plenum zu lauten Zwischenrufen. Besonders irritierend: Laut Bundestagsprotokoll lacht an dieser Stelle die Linken-Abgeordnete Katrin Fey.
Weidel hatte auf die Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geantwortet und dessen Politik scharf angegriffen. Sie sprach von einem „Abgesang eines Gescheiterten“ und warf der Bundesregierung wirtschaftspolitisches Versagen, eine anhaltende Einwanderung in die Sozialsysteme und eine katastrophale Abschiebebilanz vor.
Anschließend kam sie auf die Folgen der Migrationspolitik für die innere Sicherheit zu sprechen. Wer nicht in einer abgeschotteten Blase lebe, sagte Weidel, für den seien Gewalt-, Sexual- und Rohheitsdelikte keine „kalte Statistik“, sondern tägliche Begleiter der Angst und der „Sorge um unsere Kinder“. Dann schilderte die AfD-Vorsitzende den Fall vom Nürnberger Hauptbahnhof. Junge Männer aus Syrien, dem Irak, Pakistan und nordafrikanischen Ländern sollen dort Mädchen zwischen etwa 13 und 18 Jahren aus prekären Verhältnissen in die Drogenabhängigkeit getrieben haben, um sie zur Prostitution zu zwingen.

Auch Grüne mit Zwischenrufen gegen Weidel
An dieser Stelle wurde es laut im Bundestag. Es kam zu mehreren Zwischenrufen. Im Livestream war zunächst nicht eindeutig zu erkennen, von wem ein Lachen kam. Das Bundestagsprotokoll vermerkte später jedoch ein Lachen der Linken-Abgeordneten Katrin Fey. Fey ist in ihrer Fraktion Sprecherin für Bürger- und Menschenrechte, Obfrau im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe sowie Mitglied im Innenausschuss.
IRRE: Alice Weidel redet über die Mädchen, die in Nürnberg als Sexsklaven gehalten wurden und es wird GELACHT pic.twitter.com/12iH2mxaGP
— Miró (@unblogd) June 11, 2026
Ebenfalls im Protokoll vermerkt ist an dieser Stelle ein Zuruf der Grünen-Abgeordneten Mayra Vriesema. Weidel setzte ihre Rede fort und fragte: „Wie viele Nürnbergs gibt es in Deutschland? Und was haben Sie alle – ja, alle hier – durch Massenmigration, durch Verrohung und den Sittenverfall nur aus unserem Land gemacht?“
Das Protokoll bringt es an den Tag: Auf die Aussage von @Alice_Weidel, in Nürnberg hätten „Migrantenbanden minderjährige deutsche Mädchen mit Drogen gefügig gemacht, um sie als Sexsklaven zu missbrauchen“ – reagiert Katrin Fey von der umbenannten SED mit „Lachen“.
— Alexander Kissler (@DrKissler) June 11, 2026
„Bärbel Bas hasst das Eigene“
Die Kamera zeigte anschließend Bundeskanzler Merz mit ernster Miene. Während die AfD-Fraktion Weidel applaudierte, kam es zu weiteren Zwischenrufen, unter anderem aus der Linken und von Grünen-Abgeordneten.
Weidel griff in ihrer Rede auch Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas an. Die SPD-Politikerin hatte zuletzt mit ihrer Aussage „Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein“ sowie mit ihrer „Einheitsbraun“-Formulierung für Empörung gesorgt. Weidel sagte dazu: „Wer so spricht, der hasst das Eigene und sich selbst und hat in einer Regierung nichts zu suchen.“ (rr)





