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Rudolf Taschner: Uni stoppt Ehrung für Professor nach Klima- und Gender-Kritik

Rudolf Taschner: Uni stoppt Ehrung für Professor nach Klima- und Gender-Kritik

Rudolf Taschner: Uni stoppt Ehrung für Professor nach Klima- und Gender-Kritik

Die Uni Wien verweigert ihm die Auszeichnung: Rudolf Taschner. Foto: IMAGO / photonews.at
Die Uni Wien verweigert ihm die Auszeichnung: Rudolf Taschner. Foto: IMAGO / photonews.at
Die Uni Wien verweigert ihm die Auszeichnung: Rudolf Taschner. Foto: IMAGO / photonews.at
Rudolf Taschner
 

Uni stoppt Ehrung für Professor nach Klima- und Gender-Kritik

Weil er den Klimawandel als „Scheinproblem“ infrage stellt und gegen Gender-Projekte schießt, streicht die Universität Wien einem Mathematiker und Politiker das Goldene Doktordiplom. Die ÖVP tobt.
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WIEN. Die Universität Wien hat dem Mathematiker Rudolf Taschner die bereits geplante Verleihung des Goldenen Doktordiploms verweigert. Der Senat stoppte die Ehrung kurzfristig. Hintergrund sind laut Berichten mehrere öffentliche Äußerungen Taschners, die innerhalb der Universität auf Kritik gestoßen sind.

Das Goldene Doktordiplom wird in Österreich üblicherweise 50 Jahre nach der Promotion verliehen und gilt als Auszeichnung für wissenschaftliche Verdienste und besondere Verbundenheit mit der Hochschule.

Taschner, Professor an der Technischen Universität Wien und langjähriger Vermittler mathematischer Bildung, hätte diese Ehrung erhalten sollen. Der 73jährige sitzt seit 2017 für die ÖVP im Parlament. In der Vergangenheit hatte er sich wiederholt kritisch zum Klimawandel geäußert und diesen als „Scheinproblem“ bezeichnet.

Zudem griff er die Förderpraxis des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung an und kritisierte Projekte aus dem Bereich Gender- und Postcolonial Studies. Ein vom FWF unterstütztes Vorhaben bezeichnete er als „verbranntes Geld“.

Uni schweigt zur Causa

Aus Sicht der Wiener ÖVP ist die Entscheidung politisch motiviert. Mehrere Parteivertreter, darunter Generalsekretär Nico Marchetti, sprechen von einer „ideologisch motivierten“ Absage. Die Universität entferne sich damit von ihrem Anspruch, ein Ort des offenen Diskurses zu sein. Marchetti warnte vor einer „ideologisch getriebenen Wissenschaft“.

Auch weitere Parteivertreter fordern eine Neubewertung. Eine Universität stärke ihren Ruf nicht durch Ausgrenzung, sondern durch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen. Die Universität Wien selbst äußerte sich zunächst nicht ausführlich zu den Vorwürfen. (rr)

Die Uni Wien verweigert ihm die Auszeichnung: Rudolf Taschner. Foto: IMAGO / photonews.at
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