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Anja Arndt, AfD

Migrationspolitik: AfD-Erfolg im EU-Parlament wirkt in Brüssel weiter

Migrationspolitik: AfD-Erfolg im EU-Parlament wirkt in Brüssel weiter

Migrationspolitik: AfD-Erfolg im EU-Parlament wirkt in Brüssel weiter

Die gemeinsame Abstimmung der AfD und der EVP in Europa beginnt Früchte zu tragen. IMAGO / Bihlmayerfotografie
Die gemeinsame Abstimmung der AfD und der EVP in Europa beginnt Früchte zu tragen. IMAGO / Bihlmayerfotografie
Die gemeinsame Abstimmung der AfD und der EVP in Europa beginnt Früchte zu tragen. IMAGO / Bihlmayerfotografie
Migrationspolitik
 

AfD-Erfolg im EU-Parlament wirkt in Brüssel weiter

Im EU-Parlament fiel die Brandmauer zur AfD: Die EVP und rechte Fraktionen stimmten gemeinsam für härtere Abschieberegeln. Diese Linie prägte nun die Verhandlungen mit Rat und Kommission.
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BRÜSSEL. Die gemeinsame Abstimmung von EVP und rechten Fraktionen im EU-Parlament zur Verschärfung der europäischen Migrationspolitik hat nun unmittelbare Folgen für die weiteren Verhandlungen in Brüssel. Nach dem Beschluss des Parlaments zur geplanten EU-Rückführungsverordnung ging die Vorlage in die sogenannten Trilogverhandlungen zwischen Parlament, Rat und Kommission.

Bei der Abstimmung im März hatte eine Mehrheit des Europaparlaments eine deutlich härtere Linie bei Rückführungen illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger beschlossen. Getragen wurde diese Position auch von Stimmen rechter Fraktionen, darunter „Europa der Souveränen Nationen“, der die AfD angehört und die vom AfD-Politiker René Aust geführt wird.

Die AfD wertete den Abschluss der Trilogverhandlungen nun als Erfolg. Mit der Einigung zur Rückführungsverordnung sei „ein wichtiger Schritt zur Beendigung der verheerenden Migrationspolitik“ getan, erklärte die Bundespartei auf X. Damit reklamiert die Partei die Entwicklung als Bestätigung ihrer migrationspolitischen Linie.

AfD hält neue Migrationspolitik für möglich

In den Trilogverhandlungen war die vom Parlament beschlossene Linie die Grundlage für die Verhandler des Europaparlaments. Diese mussten die Parlamentsposition gegenüber dem Rat der Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission vertreten. Damit wirkte die rechte Mehrheit aus der Abstimmung weiter in das Gesetzgebungsverfahren hinein.

Bei der Rückführungsverordnung geht es um ein gemeinsames System für die Rückkehr illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger in der Europäischen Union. Ziel der Befürworter ist es, Abschiebungen zu beschleunigen und Rückkehrentscheidungen konsequenter durchzusetzen. Die EVP hatte nach der Abstimmung erklärt, ohne die Durchsetzung von Rückkehrentscheidungen gebe es keine glaubwürdige Migrationspolitik.

Linke, Grüne und Migranten-NGOs kritisieren die beschlossene Parlamentslinie hingegen scharf. Sie warnen vor Einschnitten bei Grundrechten und sehen europäische Rechtsstandards gefährdet. Für die AfD und andere rechte Parteien ist der Vorgang dagegen ein Beleg dafür, dass sich im Europaparlament erstmals eine migrationspolitische Mehrheit rechts der bisherigen Mitte bilden kann.

Endgültig beschlossen ist die Verordnung trotz der Einigung im Trilog noch nicht. Rat und Europaparlament müssen den Text noch formell annehmen. Erst danach kann die Rückführungsverordnung in Kraft treten. (rr)

Die gemeinsame Abstimmung der AfD und der EVP in Europa beginnt Früchte zu tragen. IMAGO / Bihlmayerfotografie
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