Anzeige
Anzeige

JF-Exklusiv: Vergewaltigung in Pfaffenhofen: Beschuldigter Nigerianer ist abgelehnter Asylbewerber

JF-Exklusiv: Vergewaltigung in Pfaffenhofen: Beschuldigter Nigerianer ist abgelehnter Asylbewerber

JF-Exklusiv: Vergewaltigung in Pfaffenhofen: Beschuldigter Nigerianer ist abgelehnter Asylbewerber

Bayerischer Polizeiwagen mit Blaulicht. Ermittler konnten den Nigerianer schnell finden, nachdem er eine Frau vergewaltigt hatte.
Bayerischer Polizeiwagen mit Blaulicht. Ermittler konnten den Nigerianer schnell finden, nachdem er eine Frau vergewaltigt hatte.
Bamberg, Deutschland 17. Januar 2026: Im Bild: Ein bayerischer Streifenwagen: Die Polizei konnte den Verdächtigen schnell fassen. Foto: picture alliance / Fotostand | K. Schmitt
JF-Exklusiv
 

Vergewaltigung in Pfaffenhofen: Beschuldigter Nigerianer ist abgelehnter Asylbewerber

Ein polizeibekannter Nigerianer, der im dringenden Verdacht steht, eine Frau vergewaltigt zu haben, bis diese sich totstellte, hätte gar nicht mehr in Deutschland sein dürfen, wie die JF erfuhr. Warum er dennoch weiter im Land blieb.
Anzeige

PFAFFENHOFEN AN DER ILM. Der Nigerianer, der in Pfaffenhofen eine 42jährige vergewaltigt haben soll (JF berichtete), hält sich illegal im Land auf. „Der Asylantrag des Betroffenen wurde mit Bescheid vom 15.09.2025 abgelehnt und die Abschiebung angeordnet“, teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf Nachfrage der JUNGEN FREIHEIT mit.

Gleichwohl könne die Rückführung derzeit nicht vollzogen werden. Bei der Begründung verwies die Behörde auf den zweiten Absatz des Paragraphen 60 des Aufenthaltsgesetzes. Demnach sei die Abschiebung eines Ausländers ohne Aufenthaltserlaubnis auszusetzen, solange diese „aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen“ unmöglich und eine Aufenthaltserlaubnis nicht erteilt worden sei.

Ende Februar hatte die Polizei den nigerianischen Staatsangehörigen festgenommen. Nach deren Erkenntnissen belästigte der 30jährige das Opfer bereits während einer Zugfahrt von Ingolstadt nach Pfaffenhofen. Anschließend folgte er der Frau, griff sie an, schlug auf sie ein und vergewaltigte sie in der Nähe des Bahnhofs. Erst nachdem sich die 42jährige totstellte, flüchtete der Täter. Diesen identifizierte die Polizei nach einer Auswertung von Videoaufnahmen, Gesichtserkennungsuntersuchungen des Bayerischen Landeskriminalamtes und Täterbeschreibungen der Geschädigten.

Der beschuldigte Nigerianer war polizeibekannt

Bereits zuvor war der mutmaßliche Vergewaltiger mehrfach straffällig geworden. Unter anderem erhielt er vom Amtsgericht München eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten, die allerdings zur Bewährung ausgesetzt wurde. Einen Eintrag im Bundeszentralregister konnten die Ermittler auf Anfrage der JUNGEN FREIHEIT nicht feststellen. Anhängige Verfahren gegen den Nigerianer wegen des Erschleichens von Leistungen sowie unerlaubter Einreise wurden eingestellt.


Zudem sind noch „zwei Verfahren wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, versuchter gefährlicher Körperverletzung“ beim Amtsgericht Pfaffenhofen an der Ilm anhängig, teilte die Staatsanwaltschaft der JF mit. Derzeit sitzt der Nigerianer in Untersuchungshaft. (kuk/rsz)

Bamberg, Deutschland 17. Januar 2026: Im Bild: Ein bayerischer Streifenwagen: Die Polizei konnte den Verdächtigen schnell fassen. Foto: picture alliance / Fotostand | K. Schmitt
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles