MEMMINGEN. Neue Wendung im Fall des ermordeten 14jährigen Jermaine B. in Memmingen: Der erschossene mutmaßliche Täter hätte sich gar nicht in Deutschland aufhalten dürfen. Er stammte aus dem Westjordanland, sein Asylantrag war abgelehnt worden. Das teilte der Sprecher der Regierung von Schwaben, Philipp Höß, auf Anfrage der Bild mit.
Der Tatverdächtige ist laut Staatsanwaltschaft in Abu Qash geboren, einem Ort im israelisch besetzten Westjordanland. Die Behörden waren aber nicht imstande, die Nationalität des Asylbewerbers zu klären. Der Migrant hatte keinen Pass. Deswegen erteilten sie ihm eine Duldung und schoben ihn nicht ab.
Dabei war der 37jährige bereits vorher polizeibekannt und zweimal rechtskräftig zu Geldstrafen verurteilt worden: vor kurzem wegen unerlaubten Aufenthalts ohne Pass und zuvor wegen Sachbeschädigung.
Asylbewerber geht mit Messer auf Polizisten los
Das 14jährige Opfer galt seit Sonnabend zunächst als vermisst. Ein Großaufgebot der Polizei hatte auch mit einem Hubschrauber nach dem Schüler gesucht. In der Nacht zu Montag gab es dann traurige Gewissheit über das Schicksal des Jungen. Beamte fanden die Leiche in einem leerstehenden, verfallenen Haus.

Bei der Fahndung nach dem Täter stießen sie am Montagabend auf den abgelehnten Asylbewerber. Als sie den Mann festnehmen wollten, ging er mit einem Messer auf die Beamten los. Daraufhin eröffnete ein Polizist das Feuer. Der 37jährige erlag dem Schuss aus der Dienstwaffe. (fh)






