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Lebensschutz-Demo: Marsch für das Leben: Chef der Bischofskonferenz verweigert Grußwort

Lebensschutz-Demo: Marsch für das Leben: Chef der Bischofskonferenz verweigert Grußwort

Lebensschutz-Demo: Marsch für das Leben: Chef der Bischofskonferenz verweigert Grußwort

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, und Teilnehmer beim Marsch für das Leben im München
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, und Teilnehmer beim Marsch für das Leben im München
Finden nicht zusammen: Bischof Wilmer und Teilnehmer beim Marsch für das Leben. Fotos: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd / IMAGO / Moritz Schlenk
Lebensschutz-Demo
 

Marsch für das Leben: Chef der Bischofskonferenz verweigert Grußwort

Für Samstag mobilisieren Lebensschützer wieder zum Marsch für das Leben nach München. Einige katholische Bischöfe schicken Grußworte – aber der Chef der Bischofskonferenz zieht es vor, zu schweigen. Mit welcher Begründung?
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MÜNCHEN. Der neue Chef der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) innerhalb der römisch-katholischen Kirche, Heiner Wilmer, will kein Grußwort für den Marsch für das Leben in München formulieren. Das teilte er auf Nachfrage des katholisch geprägten Nachrichtenportals Corrigenda mit. Zur Begründung verwies Wilmer darauf, dass es sich um eine regionale Veranstaltung handle.

Corrigenda fragte daraufhin bei Reinhard Kardinal Marx, dem Erzbischof von München und Freising, an. Doch dessen Pressestelle reagierte zunächst nicht und sagte dann nach mehrmaligem Nachhaken ab: „Sie müssen nicht mehr auf unsere Antwort warten, die Erzdiözese wird sich dazu nicht äußern.“

Derweil haben andere römisch-katholische Amtsträger Grüße übersendet: „Für Ihren Einsatz, Ihr Zeugnis und Ihre Bereitschaft, für das Leben einzustehen, danke ich Ihnen von Herzen und sende Ihnen meine herzlichen Grüße und Segenswünsche“, schreibt etwa der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki. Und Nikola Eterović, bis vergangene Woche Botschafter des Vatikan in Deutschland, dankt den Teilnehmern „im Namen des Heiligen Vaters“, dass sie „den Stillen und Stummen die Stimme geben“.
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Marsch für das Leben: „Jedes Leben ist wertvoll“

Der Marsch für das Leben in München findet am Samstag, dem 18. April, statt. Die Teilnehmer versammeln sich um 13 Uhr auf dem Königsplatz. Sie setzen sich für das Lebensrecht Ungeborener ein, aber auch für alte, kranke und hilfsbedürftige Menschen. „Wir gehen durch die Straßen Münchens, weil wir überzeugt sind: Jedes Leben ist wertvoll. Jedes Leben verdient Liebe. Jedes Leben trägt Würde – von Anfang an“, heißt es in einem Flyer.

Organisiert wird der Marsch vom Verein Stimme der Stillen e.V. Jedes Jahr im September gibt es außerdem einen Marsch für das Leben in Köln und Berlin. Ihn veranstaltet der Bundesverband Lebensrecht e.V.

In Deutschland werden jedes Jahr etwa 100.000 vorgeburtliche Kindstötungen durchgeführt. Zwar sind Schwangerschaftsabbrüche juristisch gesehen verboten, bleiben aber in den ersten drei Monaten nach der Empfängnis straffrei. Linke Aktivisten setzen sich seit langem dafür ein, Abtreibungen grundsätzlich zu legalisieren. Aktuell befasst sich der Bundestag mit einem Antrag der Grünen, wonach Krankenhäuser nicht mehr die Möglichkeit haben sollen, die Durchführung von Abtreibungen zu verweigern (JF berichtete). (ser)

Finden nicht zusammen: Bischof Wilmer und Teilnehmer beim Marsch für das Leben. Fotos: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd / IMAGO / Moritz Schlenk
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