SCHLEIFE. Im Skandal um pornografische Inhalte bei einem Schulprojekt an der Deutsch-Sorbischen Oberschule Schleife (die JF deckte auf) hat Bürgermeister Jörg Funda (CDU) die vermeintliche Instrumentalisierung des Vorfalls kritisiert. Im MDR-Sachsenspiegel verteidigte er die Schule und sprach mit Blick auf die öffentliche Debatte von „krimineller Energie“, mit der der Schulstandort beschädigt werde.
Funda stellte sich demonstrativ vor Schulleiter Jan Rehor und das Kollegium. Dem Schulleiter sei „kein Vorwurf zu machen“, sagte er. Bei der Vorbereitung des Projekts habe es aus Sicht der Schule keine Hinweise auf problematische Inhalte gegeben.
Zugleich erklärte der CDU-Politiker: „Wir haben hier ein engagiertes Kollektiv. Wir sind ein hervorragender Schulstandort hier. Das hat die Vergangenheit immer bewiesen.“ Dann holt Funda im MDR aus: „Und wenn jetzt im Prinzip Leute kommen, die aus meiner Sicht mit krimineller Energie das versuchen zu beschädigen, und Leute das dann noch billigend in Kauf nehmen oder auf dieser politischen Welle reiten, das lehne ich zutiefst ab“.
Bürgermeister stellt sich vor den Schulleiter
Wer genau gemeint war, ließ der Bürgermeister offen. Tatsächlich trifft der Vorwurf aber ausgerechnet jene, die den Fall überhaupt öffentlich gemacht und Aufklärung verlangt haben – allen voran die JUNGE FREIHEIT, die den Skandal zuerst aufgedeckt hatte.

Der Fall selbst hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt: Bei einem theaterpädagogischen Projekt für eine neunte Klasse sollen zwei externe Projektleiterinnen 14- und 15jährigen pornografische Bilder gezeigt und politische Botschaften verbreitet haben. Die Schule brach das Projekt nach Elternprotesten sofort ab.
Pornos in der Schule.
Das Bildungsministerium #CDU findet es lustig.
Die sogenannte #CDU vor Ort warnt davor das Thema aufzugreifen.
Warum schützt man die Grünen?MDR SACHSENSPIEGEL: Schleifes Bürgermeister nimmt Schulleiter in Schutz – hier anschauen https://t.co/NG5Aw2JpT2
— gesichert ostdeutsch 😶 🇩🇪 🚜 🚳🐀🆓 🐿️💙 (@bad_deluxe) April 16, 2026
Inzwischen ermittelt die Polizei gegen zwei erwachsene deutsche Tatverdächtige wegen des Verdachts der Verbreitung pornografischer Inhalte an Minderjährige. Das Projekt war von der Amadeu Antonio Stiftung gefördert worden, die ihre Unterstützung nach Bekanntwerden des Vorfalls stoppte. Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) sprach bereits von einem „ungeheuerlichen Vorgang“ und forderte Aufklärung.






