Anzeige
Anzeige

Bas lehnt Reform ab: Krankenversicherte sollen weiter die Bürgergeld-Empfänger finanzieren

Bas lehnt Reform ab: Krankenversicherte sollen weiter die Bürgergeld-Empfänger finanzieren

Bas lehnt Reform ab: Krankenversicherte sollen weiter die Bürgergeld-Empfänger finanzieren

Bürgergeldempfänger vor Krankenversicherten: Arbeitsministerin Bärbel Bas setzt Prioritäten.
Bürgergeldempfänger vor Krankenversicherten: Arbeitsministerin Bärbel Bas setzt Prioritäten.
Bürgergeldempfänger vor Krankenversicherten: Arbeitsministerin Bärbel Bas setzt Prioritäten. Foto: picture alliance / dts-Agentur
Bas lehnt Reform ab
 

Krankenversicherte sollen weiter die Bürgergeld-Empfänger finanzieren

Die Kassen-Beiträge steigen drastisch, weil die Krankenversicherten zehn Milliarden Euro für die Behandlungen von Bürgergeldempfängern bezahlen müssen. Arbeitsministerin Bas weigert sich, das zu ändern.
Anzeige

BERLIN. Der Bund erstattet den gesetzlichen Krankenkassen nur rund ein Drittel der Kosten, die diese für die Behandlungen von 5,4 Millionen Bürgergeldempfängern aufbringen müssen. Zehn Milliarden Euro müssen sie selbst tragen und holen sich das Geld von den Versicherten zurück. Das soll auch so bleiben, hat Arbeitsministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas bekräftigt.

Eine Übernahme der Krankenversicherungskosten für Bürgergeld-Empfänger und damit eine Entspannung der Beitragslage lehnte die Politikerin nun ab. Sie reagierte damit auf einen Vorstoß von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), die dafür in ihrem Haus eine Finanzkommission zur Sanierung der Krankenkassen eingerichtet hatte.

Linnemann blitzt bei Bas ab

Auch CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte gefordert: „Dass Krankenversicherte für Grundsicherungsempfänger eine zweistellige Milliardenzahl im Jahr bezahlen – zehn, zwölf, 13 Milliarden Euro – obwohl Bürgergeldempfänger selbst nicht einzahlen, das geht nicht.“ Doch damit ist er bei der mächtigen SPD-Chefin, die in allen Streitfragen zuletzt die Rückendeckung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) genoss, abgeblitzt.

Das teilte die Vorständin des BKK-Dachverbands, Anne-Kathrin Klemm, gegenüber „Politico“ mit. Demnach habe das Arbeitsministerium diese Haltung Bas‘ der Finanzkommission zur Sanierung der Krankenversicherung übermittelt.

Bärbel Bas: Krankenversicherte als Zahlmeister

„Das Bundesarbeitsministerium hat in den Dialogen mit der Finanzkommission sehr deutlich gemacht, dass dafür kein Platz ist“, sagte Klemm. Sie würde sich eine Übernahme der Kosten „wünschen, halte es aber nicht für realistisch“.

Krankenversichert ächzen unter der Zuwanderung

Die Krankenkassen haben den Bund verklagt, weil sie nicht länger hinnehmen wollen, dass ihre Beitragszahler die Kosten für die medizinische Versorgung der Bürgergeldempfänger tragen müssen. Sie halten das für unzumutbar. Denn ein Großteil dieser Leistungsempfänger hat noch nie in das System eingezahlt.

Fußball und Schiedsrichter: JF+ abonnieren
Durch die wachsende Zahl der Zuwanderer, die rund die Hälfte der Bürgergeldempfänger ausmachen, waren die Kosten zuletzt immer weiter gestiegen. In der Folge mussten die gesetzlichen Krankenkassen ihre Beitragssätze seit 2024 so kräftig anheben wie seit Jahrzehnten nicht. (fh)

Bürgergeldempfänger vor Krankenversicherten: Arbeitsministerin Bärbel Bas setzt Prioritäten. Foto: picture alliance / dts-Agentur
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles