BERLIN. Rund eine Woche bevor die Rentenkommission ihre Arbeit aufnimmt, sind erste Diskussionspunkte durchgesickert. Die von der Bundesregierung eingesetzte Gruppe, die aus 13 Experten besteht, wird sich unter anderem mit einer Anhebung des Renteneintrittalters beschäftigen, wie die Bild-Zeitung erfuhr.
Demnach solle geprüft werden, ob ein späteres Ausscheiden aus der Erbwerbstätigkeit, konkret mit 70 Jahren, das marode System stabilisieren könnte. Aktuell liegt es für Jahrgänge ab 1964 bei 67 Jahren. Für die Geburtsjahrgänge bis 1957 liegt es bei 65 Jahren.
Wer später in Rente geht, soll belohnt werden
Ein Punkt, den das Gremium, das Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) eingesetzt hat, besprechen will, ist, wie hoch die Abschläge ausfallen würden, wenn sich Arbeitnehmer vor dem 70. Lebensjahr zur Ruhe setzen. Gleichzeitig soll es attraktiver werden, mit 70 Jahren weiterzuarbeiten. Dafür soll es „sehr großzügige“ Belohnungen geben.
Nach der Einschätzung der Fachleute braucht es mehr Einzahler. Deshalb ist eine weitere Überlegung, ob Beamte und Politiker künftig ebenfalls in die Rentenkasse einzahlen sollen.
Diese Länder dienen als Vorbild
Weitere Möglichkeiten sieht die Kommission offenbar am Aktienmarkt. Die private und betriebliche Vorsorge soll sich stärker aus Aktien stützen – jedoch ohne Zockerrisiko zum Rentenbeginn. Bei der Prüfung werde besonders auf die Systeme in Schweden, Norwegen und den Niederlanden geschaut.
Unter den 13 Experten sind unter anderem acht Wissenschaftler und drei Bundestagsabgeordnete. Die Vorsitzenden sind die Rektorin der Universität Speyer, Constanze Janda, sowie der frühere Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Frank-Jürgen Weise. (zit)







