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Bundestag: Esken sieht keinen Zusammenhang zwischen Migration und Schulgewalt

Bundestag: Esken sieht keinen Zusammenhang zwischen Migration und Schulgewalt

Bundestag: Esken sieht keinen Zusammenhang zwischen Migration und Schulgewalt

Sieht keinen Zusammenhang zwischen Migration und steigender Gewalt an den Schulen: Saskia Esken, SPD. Foto: picture alliance / dts-Agentur
Sieht keinen Zusammenhang zwischen Migration und steigender Gewalt an den Schulen: Saskia Esken, SPD. Foto: picture alliance / dts-Agentur
Sieht keinen Zusammenhang zwischen Migration und steigender Gewalt an den Schulen: Saskia Esken, SPD. Foto: picture alliance / dts-Agentur
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Esken sieht keinen Zusammenhang zwischen Migration und Schulgewalt

Gewalt und religiöses Mobbing an Schulen nehmen zu, räumt Saskia Esken ein. Einen Zusammenhang mit Migration weist die SPD-Politikerin jedoch zurück.
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BERLIN. Bildungsausschussvorsitzende Saskia Esken (SPD) hat im Bundestag einen Anstieg von Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen bestätigt, zugleich jedoch einen Zusammenhang mit Migration bestritten. Esken verwies darauf, dass die Zahl polizeilich erfasster Gewalttaten „in allen Bundesländern deutlich gestiegen“ sei. Neben körperlichen Übergriffen nähmen auch Mobbing und digitale Anfeindungen zu.

„Fast jeder fünfte Schüler“ sei von Cybermobbing betroffen. Gewalt entstehe dort, wo Kinder und Jugendliche „keine Wege lernen“, Konflikte zu bewältigen, erklärte die Vorsitzende des Bildungs- und Familienausschusses.

Den Vorwurf, Migration spiele eine zentrale Rolle, wies sie zurück. „Nicht Migration ist das Problem an unseren Schulen“, sagte Esken. Wer dies behaupte, befasse sich nicht mit den tatsächlichen Ursachen. Stattdessen machte sie gesellschaftliche Entwicklungen insgesamt verantwortlich. Widerspruch kam von der AfD. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch warf Esken vor, das Thema bewusst auszublenden. Es sei „offenkundig“, dass zunehmende Gewalt auch mit „massiven Problemen mit der Migration“ zusammenhänge – eine Einschätzung, die zuvor auch Bundeskanzler Friedrich Merz angedeutet hatte. Esken reagierte scharf und erklärte, die AfD sei „überhaupt nicht in der Lage, mit Studien und Statistiken korrekt umzugehen“.

AfD widerspricht Esken

Auslöser der Debatte waren zwei AfD-Anträge, die eine systematischere Erfassung von Gewalt sowie Maßnahmen gegen religiös motiviertes Mobbing an Schulen fordern. AfD-Abgeordnete schilderten dabei konkrete Fälle von Messerangriffen, Drohungen und religiösem Druck im Schulalltag.

Auch Vertreter von Union, Grünen und Linken räumten Probleme ein, warfen der AfD jedoch vor, diese einseitig zu deuten. Gewalt sei ein gesamtgesellschaftliches Phänomen mit unterschiedlichen Ursachen, hieß es. Die Anträge wurden indes zur weiteren Beratung in die zuständigen Ausschüsse überwiesen. (rr)

Sieht keinen Zusammenhang zwischen Migration und steigender Gewalt an den Schulen: Saskia Esken, SPD. Foto: picture alliance / dts-Agentur
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