LEIPZG. Am Montagnachmittag ist ein Autofahrer in der Leipziger Innenstadt in eine Menschenmenge gefahren und hat dabei zwei Menschen Menschen getötet und etwa 20 weitere zum Teil schwer verletzt. Dem Oberbürgermeister Leipzigs, Burkhard Jung (SPD), zufolge besteht keine Gefahr mehr, weil „die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst“ habe. Ob es sich um einen Unfall oder um Vorsatz handelt, ist derzeit noch unklar, jedoch gehen die Behörden derzeit von Absicht aus.
Breaking: Injuries reported after a car rammed into pedestrians in the city center of Leipzig, Germany. pic.twitter.com/8R9xu0o9hh
— PM Breaking News (@PMBreakingNews) May 4, 2026
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 33jährigen deutschen Staatsbürger, der in der Region Leipzig lebt. Nach Informationen mehrerer Medien soll es sich um den Boxtrainer Jeffrey K. handeln. Möglich sei, dass Liebeskummer seine Amokfahrt ausgelöst habe. Gegen ihn wird unter anderem wegen zweifachem Mordes und dreifachem versuchten Mordes ermittelt. Es gebe keine Anhaltspunkte für weitere Tatbeteiligte, betonte die Leitende Oberstaatsanwältin Claudia Laube.
Täter von Leipzig „psychisch auffällig“
Das Auto ist laut Polizeiangaben am Augustusplatz auf Höhe der Grimmaischen Straße in die Fußgängerzone und von dort aus bis zum Markt durchgefahren, wie die Leipziger Volkszeitung berichtet. Die Lokalzeitung spricht von 40 Feuerwehrleuten, 40 Rettungskräften und zwei Hubschraubern im Einsatz.
Die Geschäfte in der Fußgängerzone wurden geschlossen. Der mutmaßliche Täter „soll bei seiner Festnahme psychisch auffällig gewesen sein“, wie die Bild-Zeitung berichtet. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) wollte das nicht bestätigen oder dementieren. Wie „Radio Leipzig“ berichtet, beschreiben Augenzeugen den mutmaßlichen Täter als hellhäutigen Mann mit vielen Tätowierungen. Videos in sozialen Medien sollen ihn bei der Festnahme zeigen. Eine offizielle Bestätigung der Behörden gibt es dafür bisher nicht.
Nach Angaben der Polizei haben die Rettungskräfte in Leipzig inzwischen einen „Massenfall von Verletzten“ ausgerufen. Das ist eine Situation, die „besondere planerische und organisatorische Maßnahmen erfordert“, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz schreibt.






