LEIPZIG. Die Polizei hat auf dem Vorfeld des Leipziger Flughafens offenbar eine mit Sprengstoff präparierte Drohne entdeckt. Nach Informationen der Bild-Zeitung wurde das Flugobjekt geröntgt und dabei auch ein Zünder entdeckt. Da dieser defekt gewesen sein soll, sei es nicht zur Explosion gekommen. Ein Test auf Nitrate sei dagegen positiv ausgefallen. Die Drohne habe in unmittelbarer Nähe mehrerer ukrainischer Frachtmaschinen gestanden.
Es sei wahrscheinlich, dass es sich um einen aus Düngemitteln und Benzin hergestellten Sprengsatz handele, berichtet das Blatt weiter. Demnach sollen die Sicherheitsbehörden den Fall sehr ernst nehmen und auch Nato-Ermittler auf den Plan gerufen haben.
Bundesinnenministerium bestätigt Vorfall
Die Sprengstoff-Drohne wurde entdeckt, nachdem kurz vor Mitternacht ein weiteres „unbekanntes Flugobjekt in der Nähe des Flughafens Leipzig/Halle gesichtet“ worden sei, wie die Leipziger Polizei mitteilte. Mehrere Maschinen seien daraufhin auf andere Flughäfen umgeleitet worden.
„Der Flugbetrieb im Nordbereich wurde seit 1:55 Uhr wieder aufgenommen, die Südpiste ist noch gesperrt. Die Landespolizei hat die Ermittlungen zum Sachverhalt, in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei, aufgenommen“, teilten die Sicherheitsbehörden mit.
Das Bundesinnenministerium bestätigte am Mittwoch, ein Flugzeug sei in der Nacht mit einem unbekannten Objekt kollidiert. Dabei soll es sich um eine Frachtmaschine der DHL handeln, wie das Unternehmen mitteilte. Der Flughafen Leipzig gilt als wichtiges Drehkreuz für Waffenlieferungen in die Ukraine. (ho)





