MAGDEBURG. Drei Monate vor der mit Spannung erwarteten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) im Politico-Interview angekündigt, sich innerhalb von Wochen danach wiederwählen lassen zu wollen. Damit reagierte der Christdemokrat auf eine Frage des Interviewers, ob er es akzeptabel finde, wenn der Regierungschef nach der Landtagswahl gar nicht im Parlament gewählt würde, sondern er, Schulze, einfach auf unbestimmte Zeit geschäftsführend im Amt bleibe.
„Es gibt dann keine Zeitfrist, aber es ist wichtig, dass man weiß: Der Ministerpräsident muss dort gewählt werden“, entgegnete Schulze. Die CDU steht aktuell in den Umfragen bei 24 Prozent. Gemeinsam mit SPD und Linken könnte es zu einer knappen Mehrheit gegen die AfD, die bei 42 Prozent steht, reichen. Grüne, FDP und BSW werden demnach nicht in den Landtag einziehen. Aber auch die SPD kämpft mit der Fünf-Prozenthürde. Die Regierungsbildung könnte sich damit sehr schwierig gestalten.

Schulze sieht sich als „Nummer eins“ der Wähler
Schulze trat in dem Interview auch der Auffassung entgegen, dass es für ihn aktuell nicht gut laufe. Er bekomme positiv zurückgemeldet, dass er mit seiner Regierung schon einiges auf den Weg gebracht habe. Die schlechten Umfragen für die CDU kommentierte er mit der Feststellung, dass er in der Ministerpräsidentenfrage „ganz klar“ vor AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund liege.
Der Regierungschef gestand zwar ein, dass seine Partei „klar“ hinter der AfD taxiert wird. Zugleich unterstrich er: „Wenn es um Sven Schulze geht, dann ist das die Nummer eins für die Menschen im Land.“ Deswegen sei er überzeugt: „Am 6. September werde ich eine sehr gute Chance nicht nur haben, sondern diese Chance auch nutzen, diese Wahl auch positiv ausgehen zu lassen.“ (fh)







