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Schwarzer und Weidel: Die doppelte Alice

Schwarzer und Weidel: Die doppelte Alice

Schwarzer und Weidel: Die doppelte Alice

Frauen unter sich: Alice Weidel und Alice Schwarzer.
Frauen unter sich: Alice Weidel und Alice Schwarzer.
Frauen unter sich: Alice Weidel und Alice Schwarzer. Fotos: picture alliance/dpa (2) | Harald Tittel & Oliver Berg
Schwarzer und Weidel
 

Die doppelte Alice

Frauenrechtlerin Alice Schwarzer sieht in einer möglichen Kanzlerschaft von AfD-Chefin Alice Weidel einen positiven Effekt für Frauen. Kritik hat sie dagegen für Annalena Baerbock übrig.
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HAMBURG. Einen positiven Effekt für Frauen sieht die Feministin und Journalistin Alice Schwarzer trotz politischer Differenzen in einer theoretischen Kanzlerschaft ihrer Namensvetterin und AfD-Chefin Alice Weidel.

Das sagte sie im „Spitzengespräch“ des Spiegel mit Markus Feldenkirchen. Wörtlich meinte sie: „Es hätte trotz alledem vermutlich auch den Effekt, ermutigend für Frauen zu sein.“ Sowohl Alice Schwarzer als auch Alice Weidel neigen zudem dem eigenen Geschlecht zu.

Die 83jährige hatte die AfD zuletzt zwar auch mehrfach kritisiert, aber auch die Brandmauer als „unrealistisch“ bemängelt. Mit einer unliebsamen Partei müsse man sich argumentativ und nicht mit Verboten auseinandersetzen. Sie habe die Dämonisierung der AfD von Anbeginn an für einen schweren Fehler gehalten, sagte sie kürzlich der Berliner Zeitung.

Alice Schwarzer kritisiert Baerbock

Im „Spitzengespräch“ ließ die Emma-Herausgeberin kaum ein gutes Haar an der früheren Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Deren angekündigte feministische Außenpolitik habe „gar nicht geklappt“, so Schwarzer: „Sie hat an dem Punkt völlig versagt. Sie hat die Frauen im Iran im Stich gelassen, in Afghanistan und so weiter. Ich glaube, sie war da eher eine Meisterin der Worte und nicht der Taten.“

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Anders ordnete sie dagegen Altkanzlerin Angela Merkel ein. Diese sei ein Vorbild für junge Frauen. Merkel habe „enorm“ viel bewirkt, „auch wenn sie es gar nicht wollte, enorm als Vorbild“ für andere.

Als Beleg erzählte Schwarzer eine Anekdote aus ihrem Dorf. Dort hätten kurz nach Merkels Amtsantritt 2005 Mädchen im Winter keinen Schneemann, sondern eine „Schneemerkel“ gebaut: „Das sagt doch schon alles.“ (fh)

Frauen unter sich: Alice Weidel und Alice Schwarzer. Fotos: picture alliance/dpa (2) | Harald Tittel & Oliver Berg
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