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Spree-Neiße-Kreis: AfD verliert Landratswahl in Brandenburg äußerst knapp

Spree-Neiße-Kreis: AfD verliert Landratswahl in Brandenburg äußerst knapp

Spree-Neiße-Kreis: AfD verliert Landratswahl in Brandenburg äußerst knapp

Knapp unterlegen im Spree-Neiße-Kreis: AfD-Landratskandidatin Christine Beyer.
Knapp unterlegen im Spree-Neiße-Kreis: AfD-Landratskandidatin Christine Beyer.
Knapp unterlegen im Spree-Neiße-Kreis: AfD-Landratskandidatin Christine Beyer. Foto: picture alliance/dpa | Frank Hammerschmidt
Spree-Neiße-Kreis
 

AfD verliert Landratswahl in Brandenburg äußerst knapp

Bei der Auszählung lag die AfD-Kandidatin Christine Beyer den ganzen Abend über deutlich vorn. Doch dann kamen die Briefwähler und kippten das Ergebnis knapp zugunsten des CDU-Mannes.
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FORST. Die AfD hat es knapp verpasst, erstmals in Brandenburg einen Landrat zu stellen. Ihre Bewerberin Christine Beyer kam bei der Stichwahl im Landkreis Spree-Neiße auf 48,5 Prozent der Stimmen. CDU-Kontrahent Martin Heusler erhielt 51,5 Prozent.

Die ganze Auszählung über lag Beyer zum deutlich vorn. Doch als zuletzt die Stimmen der Briefwähler ausgezählt, wendete sich das Blatt. An der Urne hat die AfD-Politikerin 54,13 Prozent erhalten, Heusler lediglich 45,87 Prozent. Doch bei den Briefwählern lag Heusler mit 70,6 Prozent so überaus komfortabel vor Beyer mit 29,4 Prozent, dass es zum Sieg reichte.

Letztlich fehlten ihr 1.469 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,7 Prozent und damit deutlich höher als bei der am selben Tag stattfindenden Oberbürgermeister-Wahl in München (die JF berichtete).

Damit stellt die AfD in Brandenburg weiterhin keinen Landrat. Ende Januar war auch AfD-Politikerin Antje Ruhland-Führer im Kreis Oberspreewald-Lausitz knapp unterlegen (die JF berichtete), nachdem die Briefwahlstimmen ausgezählt waren. Ihr Vorsprung verwandelte sich in ein Gesamt-Ergebnis von 46,6 Prozent. Auch hier gewann ein CDU-Mann. Bemerkenswert: Die das Land seit der Wiedervereinigung regierende SPD spielt auf kommunaler Ebene eine immer geringere Rolle.

AfD-Chef wertet Ergebnis als Erfolg

Der 40jährige Wahlsieger Heusler ist CDU-Fraktionsvorsitzender in Kolkwitz und gehört dem Kreistag Spree-Neiße an. Er sagte der dpa, ihm sei bewusst gewesen, dass es knapp werde: „Ich werte das Ergebnis vor dem Hintergrund des Strukturwandels.“ Diesen wolle er gestalten „und die Leute vor Ort mitnehmen“.

Brandenburgs AfD-Vorsitzender René Springer wertete die knappe Niederlage als Erfolg: „Fast jeder zweite Wähler im Landkreis Spree-Neiße hat sich für uns entschieden – das ist ein starkes Signal!“, erklärte er in einer Pressemitteilung. Das Ergebnis zeige, dass die Zustimmung für die Partei von Wahl zu Wahl wachse: „Der Rückhalt für die AfD wird größer.“ Seine Partei wolle jedoch „politische Verantwortung in Brandenburg übernehmen und die Interessen der Bürger konsequent vertreten“.

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Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte Christine Beyer mit 42,4 Prozent der Stimmen noch deutlich vor dem CDU-Kontrahenten gelegen, auf den 30,5 Prozent entfallen waren. Dessen Parteifreund, der bisherige Amtsinhaber Harald Altekrüger, war seit 2010 Landrat. Er ging nun in den Ruhestand. (fh)

Knapp unterlegen im Spree-Neiße-Kreis: AfD-Landratskandidatin Christine Beyer. Foto: picture alliance/dpa | Frank Hammerschmidt
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