HERZBERG. Die AfD hat bei der Landratswahl im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster den Einzug in die Stichwahl verfehlt. Ihr Kandidat, der frühere Bundestagsabgeordnete Norbert Kleinwächter, kam im ersten Wahlgang lediglich auf den dritten Platz. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Kreiswahlleitung erreichte Amtsinhaber Christian Jaschinski (CDU) 34,6 Prozent der Stimmen.
Der Einzelbewerber Marcel Schmidt folgte mit 30,8 Prozent. Beide treten damit am 1. März in der Stichwahl gegeneinander an. Kleinwächter erhielt 27,6 Prozent. Bei einem Erfolg wäre er der erste AfD-Landrat in Brandenburg gewesen.
AfD-Kandidat gegen gegen Amtsinhaber ohne Chance
Der Kandidat der Listenvereinigung aus Linker und Grünen, Christian Nürbchen, kam auf 7,1 Prozent. Da keiner der Bewerber die absolute Mehrheit erzielte, blieb eine Entscheidung im ersten Wahlgang aus. Zusätzlich gilt bei Landratswahlen in Brandenburg ein Quorum: Der Sieger muß mehr als 15 Prozent aller Wahlberechtigten auf sich vereinen. Amtsinhaber Jaschinski ist seit 2010 Landrat des Kreises Elbe-Elster und strebt eine dritte Amtszeit an.
Herausforderer Schmidt setzt auf stabile Finanzen und die Förderung von Wirtschaft und Handwerk und mahnt, bestehende Klinikstandorte nicht aus dem Blick zu verlieren. Von den 83.218 Wahlberechtigten gaben 45.500 ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,7 Prozent. Die Amtszeit des neuen Landrats beträgt acht Jahre und beginnt nach dem Ende der laufenden Wahlperiode am 25. April. (rr)







