BREMEN. Wäre am kommenden Sonntag die Bürgerschaftswahl in Bremen, würde die AfD noch vor den Grünen und der Linkspartei landen. Laut einer aktuellen Insa-Umfrage fällt die CDU im Vergleich zur vergangenen Wahl um 5,2 Prozentpunkte auf 21 Prozent. Die SPD rutscht auf 20 Prozent (minus 9,8 Prozentpunkte) und die AfD steigt mit 17 Prozent erneut ins Rennen ein, nachdem sie vergangenes Mal nicht an der Wahl teilnehmen durfte (JF berichtete).
Die Grünen steigen auf 15 Prozent und die Linkspartei auf 14 Prozent (beide jeweils um 3,1 Prozentpunkte). Die FDP verliert ebenfalls und erreicht nun vier Prozent (minus 1,1 Prozentpunkte). Das Bündnis Deutschland fällt auf drei Prozent (minus 6,4 Prozentpunkte) und das BSW stößt mit drei Prozent neu dazu.

Die nächste Bremische Bürgerschaftswahl ist am 30. Mai 2027. Für den Einzug ins Landesparlament reicht es, entweder in der Stadt Bremen oder im kleineren Bremerhaven mehr als fünf Prozent zu bekommen. Die FDP, das Bündnis Deutschland und das BSW könnten also nur in den Landtag einziehen, wenn sie „die Sperrklausel in nur einem der beiden Wahlbereiche“ überwinden. Sollten diese Parteien den Einzug in die Bürgerschaft verfehlen, käme die derzeitige rot-rot-grüne Landesregierung weiterhin auf eine Mehrheit der Sitze.

AfD steigt auch in Rheinland-Pfalz
Auch für Rheinland-Pfalz gibt es neue Zahlen. Wäre am kommenden Sonntag die Landtagswahl, würde die CDU im Vergleich zur vergangenen Wahl vom 22. März auf 28 Prozent sinken (minus drei Prozentpunkte), wie aus einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des SWR hervorgeht. Dagegen steigt die AfD mit 24 Prozent (plus 4,5 Prozentpunkte) auf den zweiten Platz.

Die SPD fällt auf 19 Prozent (minus 6,9 Prozentpunkte) und die Grünen klettern auf elf Prozent (plus 3,1 Prozentpunkte). Die Linkspartei schafft es mit fünf Prozent (plus 0,6 Prozentpunkte) über die Fünf-Prozent-Hürde, die Freien Wähler (minus 1,2 Prozentpunkte) und die FDP (plus 0,9 Prozentpunkte) hingegen mit jeweils drei Prozent nicht.

Seit der vergangenen Wahl vor weniger als einem halben Jahr verlor die Landesregierung aus CDU und SPD in den Umfragen knapp zehn Prozentpunkte. Statt 56,9 Prozent kommen beide gemeinsam nur noch auf 47 Prozent. (mas)





