BERLIN. 14 Prozent der Deutschen planen laut einer aktuellen Umfrage, in den kommenden fünf Jahren auszuwandern. Hingegen haben das 68 Prozent nicht vor, teilte das Meinungsforschungsinstitut Insa am Mittwoch mit. Von den 18- bis 29jährigen haben 24 Prozent vor, auszuwandern, während 57 Prozent von ihnen bleiben wollen. Bei den 30- bis 39jährigen planen sogar 27 Prozent eine dauerhafte Ausreise, nur 52 Prozent wollen bleiben.
Unter den 40- bis 49jährigen beabsichtigen 15 Prozent auszuwandern, unter den 50- bis 59jährigen zwölf Prozent und unter den 60- bis 69jährigen acht Prozent. In der Altersgruppe ab 70 Jahren haben lediglich vier Prozent vor, Deutschland zu verlassen. 88 Prozent von ihnen planen zu bleiben.

Am häufigsten haben Unterstützer der AfD vor, Deutschland zu verlassen. Von ihnen plant rund jeder Fünfte auszuwandern. Ihnen folgen Anhänger der Linkspartei mit 18 Prozent und des BSW mit 15 Prozent. Am häufigsten wollen mit 80 Prozent Unionswähler in Deutschland bleiben, gefolgt von Anhängern der FDP mit 78 Prozent und der Grünen mit 77 Prozent.

Weidel gegen Merz im Falle einer Kanzler-Direktwahl
Müssten sich die Wähler zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Alice Weidel (AfD) entscheiden, würden 17 Prozent für Merz und 29 Prozent für Weidel stimmen. Auch unter den Unions-Anhängern ist mit 48 Prozent keine absolute Mehrheit für den aktuellen Kanzler. Hingegen sind unter den Unterstützern der AfD 86 Prozent für die Kandidatin aus ihrer Partei.
Gäbe es die Option zwischen Weidel und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU), wäre ein Viertel der Wähler für den Christdemokraten. Die Zustimmung für Weidel als Kanzlerin stiege auf 31 Prozent. Mit 53 Prozent würde die Mehrheit der Unions-Wähler hinter Wüst stehen, bei der AfD wären 87 Prozent für Weidel.
FDP knackt wieder Fünf-Prozent-Hürde
Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, bliebe die AfD mit 28 Prozent stärkste Kraft. Nach ihr kämen die CDU und CSU, die gemeinsam 21 Prozent der Stimmen erhalten würden. Im Vergleich zur vergangenen Sonntagsfrage blieben die Grünen bei 13,5 Prozent, während die SPD um 0,5 Prozentpunkte auf zwölf Prozent rutschen würde.

Die Linkspartei bliebe weiterhin bei elf Prozent stehen. Hingegen steigt die FDP um einen Prozentpunkt und kommt auf fünf Prozent, womit sie in den Bundestag einziehen würde. Das BSW käme auf vier Prozent. (mas)
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.





