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Insa-Umfrage: So viele Deutsche haben schon einmal ihre Meinung verschwiegen, um Nachteile zu vermeiden

Insa-Umfrage: So viele Deutsche haben schon einmal ihre Meinung verschwiegen, um Nachteile zu vermeiden

Insa-Umfrage: So viele Deutsche haben schon einmal ihre Meinung verschwiegen, um Nachteile zu vermeiden

Ein Mund mit Reißverschluß davor. Die Angst, die Meinung frei zu äußern steigt.
Ein Mund mit Reißverschluß davor. Die Angst, die Meinung frei zu äußern steigt.
Ein Mund mit Reißverschluß (Symbolbild): Um die Meinungsfreiheit in Deutschland ist es schlecht bestellt. Foto: IMAGO / Panthermedia.
Insa-Umfrage
 

So viele Deutsche haben schon einmal ihre Meinung verschwiegen, um Nachteile zu vermeiden

Laut einer aktuellen Insa-Erhebung hat die Mehrheit der Deutschen schon einmal Ärger vermieden – und dafür ihre Meinung zurückgehalten. Rund 30 Prozent gaben an, ihnen widerfahrene Verbrechen wegen Aussichtslosigkeit der Ermittlungen gar nicht erst angezeigt zu haben.
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BERLIN. Die Mehrheit der Deutschen hat schon einmal ihre Meinung wegen der Gefühle anderer zurückgehalten. Insgesamt sagten laut einer aktuellen Insa-Umfrage 59 Prozent schon einmal ihre Meinung nicht, um niemanden zu verärgern oder Nachteile zu vermeiden. Gegenteilig äußerten sich 29 Prozent.

Über die Hälfte der Deutschen hat schon einmal seine Meinung wegen seines Umfeldes zurückgehalten. Grafik: JF

Gleichzeitig gaben 30 Prozent der Befragten an, ein ihnen widerfahrenes Verbrechen in der Vergangenheit nicht bei der Polizei gemeldet zu haben, weil sie sich davon keinen Erfolg versprachen. 56 Prozent hatten diese Erfahrung noch nicht.

Rund ein Drittel der Deutschen hat einmal eine kriminelle Handlung nicht angezeigt, weil er sich davon nichts versprach. Grafik: JF
Rund ein Drittel der Deutschen hat einmal eine kriminelle Handlung nicht angezeigt, weil er sich davon nichts versprach. Grafik: JF

Sorgen Deutsche genug für Altersarmut vor?

Zudem haben 41 Prozent der Deutschen nach eigenem Bekunden nicht genug vorgesorgt, damit sie nicht von Altersarmut betroffen sind. Währenddessen haben 35 Prozent angegeben, sich ausreichend abzusichern.

Mit 51 Prozent sorgen besonders Wähler der Grünen vor, gefolgt von Unions-Anhängern mit 49 Prozent und FDP-Unterstützern mit 46 Prozent. Am wenigsten sichern sich Anhänger der Linkspartei mit 52 Prozent ab, gefolgt von den Unterstützern des BSW mit 49 Prozent und Wählern der AfD mit 47 Prozent.

FDP springt wieder über Fünf-Prozent-Hürde

In der aktuellen Sonntagsfrage bleibt die AfD bei 28,5 Prozent, die CDU mit der CSU bei 20,5 Prozent und die Grünen bei 13 Prozent. Die Linkspartei steigt im Vergleich zur vergangenen Sonntagsfrage auf zwölf Prozent (plus 0,5 Prozentpunkte), während die SPD auf zwölf Prozent rutscht (minus 0,5 Prozentpunkte).

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Die FDP klettert erneut auf fünf Prozent (plus 0,5 Prozentpunkte) und schafft somit den Einzug in den Bundestag. Das BSW bleibt bei drei Prozent.

Insgesamt können sich 35,5 Prozent vorstellen, die AfD zu wählen. Die Union hat ein maximal mögliches Wählerpotential von 33,5 Prozent, die SPD von 34 Prozent und die Grünen von 30 Prozent. 24 Prozent der Deutschen würden ihre Stimme auch der Linkspartei geben, 17 Prozent der FDP und 16 Prozent dem BSW. (mas)

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