STUTTGART. Das Landgericht Stuttgart hat einen 30jährigen Türken wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu sechs Jahren Haft verurteilt. Der Ausländer schlug einem Rentner ins Gesicht, der kurz darauf an den Folgen starb, berichtete die dpa.
Laut dem Türken soll der Rentner ihn rassistisch beleidigt und mit einem Besen geschlagen haben. Sein Faustschlag sei daher nur Notwehr gewesen. Das Gericht widersprach seiner Behauptung und entschied, dass er „aus Verärgerung“ gehandelt habe. Der Richter schenkte seinen Aussagen – bis auf den eingestandenen Schlag – insgesamt „keinen Glauben“.
Der Türke war bereits wegen elf Vorstrafen, darunter vier Körperverletzungen, polizeibekannt. Zum Tatzeitpunkt stand er unter Bewährung. Bewährungsgespräche sowie Anti-Aggressionstrainings hatte er in der Vergangenheit ignoriert, blieb aber trotzdem auf freiem Fuß.
Streit wegen unaufgeräumter Waschküche
Die beiden Männer wohnten im selben Mehrfamilienhaus in Stuttgart. Der Ausländer musste aufgrund von Mietrückständen und Streitigkeiten ausziehen. Im September 2025 kehrte der Türke jedoch wieder in das Haus zurück, um eine Waschmaschine und einen Kinderwagen aus dem Keller zu holen.

Dabei traf er auf den Senior. Der 78jährige sprach den Türken darauf an, dass er die Waschküche nicht sauber hinterlassen habe. Es entbrannte ein Streit, in dessen Verlauf der 30jährige seinem früheren Nachbarn ins Gesicht schlug. Der Senior stürzte und schlug mit dem Hinterkopf auf. Er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, an dem er knapp zwei Wochen später starb. (mas)






