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CDU verlangt Abriß: Berliner Senat hält an Sowjetischem Ehrenmal im Tiergarten fest

CDU verlangt Abriß: Berliner Senat hält an Sowjetischem Ehrenmal im Tiergarten fest

CDU verlangt Abriß: Berliner Senat hält an Sowjetischem Ehrenmal im Tiergarten fest

Das Sowjetische Ehrenmal auf der Straße des 17. Juni im Berliner Stadtteil Tiergarten: Teil des Denkmals sind zwei T34-Panzer
Das Sowjetische Ehrenmal auf der Straße des 17. Juni im Berliner Stadtteil Tiergarten: Teil des Denkmals sind zwei T34-Panzer
Das Sowjetische Ehrenmal auf der Straße des 17. Juni im Berliner Stadtteil Tiergarten: Teil des Denkmals sind zwei T34-Panzer Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Schoening |
CDU verlangt Abriß
 

Berliner Senat hält an Sowjetischem Ehrenmal im Tiergarten fest

BERLIN. Berlins Umweltsenatorin Bettina Jarasch (Grüne) hat einen Vorstoß der CDU im Abgeordnetenhaus zur Umgestaltung des Sowjetischen Ehrenmals im Stadtteil Tiergarten abgelehnt. „Hier geht es um das Gedenken der Toten des Zweiten Weltkriegs, in dem aufseiten der Roten Armee Soldaten vieler Nationalitäten der Sowjetunion, darunter etliche russische und ukrainische, im Kampf gegen das Nazi-Regime starben“, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa.

Die Hauptstadt habe im Auftrag des Bundes nach den 2+4-Verträgen die Pflege der sowjetischen Ehrenmale übernommen. Sie plädiere dafür, das Denkmal in seiner historischen Gestalt zu erhalten, betonte Jarasch.

Bung: Panzer sind Symbol der Aggression

Zuvor hatte die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus, Stefanie Bung, gefordert, die Geschütze und die beiden T34-Panzer, die das Denkmal flankieren, zu entfernen. Als Grund dafür nannte sie den Krieg zwischen Rußland und der Ukraine. Zwar stehe Deutschland in der Verantwortung, der Toten der Weltkriege zu gedenken, allerdings habe sich die Lage verändert.

„Heute steht der Panzer in Tiergarten nicht mehr nur für die Befreiung Deutschlands vom Nazi-Faschismus, sondern für die aggressive, territoriale Grenzen und Menschenleben mißachtende Kriegsführung des Putin-Regimes“, erläuterte die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende. Deshalb müßten die Panzer als „Symbole der Aggression und Kriegsverbrechen“ aus dem Berliner Stadtbild weichen.

Linkspartei: CDU geht Putins Propaganda auf den Leim

Der Landesgeschäftsführer der Linkspartei, Sebastian Koch, kritisierte den Vorstoß der Christdemokratin als Unfug. Bung gehe der Propaganda von Rußlands Präsident Wladimir Putin voll auf den Leim, der den Sieg im Zweiten Weltkrieg gern in einen rein „russischen“ Erfolg umdeuten wolle. Dabei seien auch Soldaten aus der Ukraine und aus Polen Teil der Roten Armee gewesen.

Ende März hatten Unbekannte das Denkmal auf der Straße des 17. Juni mit zwei Flaggen der Ukraine verhüllt. Die russische Botschaft übte damals scharfe Kritik an der Aktion: „Wir betrachten diesen Vorfall als Schändung des Denkmals für sowjetische Soldaten, die im Kampf für die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus gefallen sind.“

In der brandenburgischen Gemeinde Letschin gibt es ebenfalls ein Denkmal, das einen sowjetischen Panzer zeigt. Auch dieses soll nicht verändert werden. „Wir werden hier keine Denkmalstürmerei veranstalten“, sagte Letschins Bürgermeister Michael Böttcher (Freie Wähler) am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Jede Zeit habe ihre Geschichte, die nicht in einen Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen gestellt werden könne. (zit)

Das Sowjetische Ehrenmal auf der Straße des 17. Juni im Berliner Stadtteil Tiergarten: Teil des Denkmals sind zwei T34-Panzer Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Schoening |
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