DUNDEE. Das Gericht im schottischen Dundee hat im Fall des Mädchens, das sich laut Videoaufnahmen mit einer Axt und einem Messer gegen einen sexuellen Übergriff verteidigt hatte, zwei Bulgaren für schuldig erklärt. Das Urteil gegen Ilja Below und seine Schwester Nadjeschda Belowa soll im August fallen, teilten die Richter mit.
Demnach hatte Below im vergangenen August anzügliche Anmerkungen gegenüber vier Schülerinnen im Alter von zwölf bis 14 Jahren gemacht. „Hallo Sexy, ich werde dir eine gute Zeit bereiten“, sagte er wörtlich. Nachdem eine damals 13jährige ihn als „Perversen“ bezeichnet hatte, rief er seine Schwester, die ein Mädchen an den Haaren zog und zu Boden riss. Auch schlug sie auf den Kopf der Schülerin ein, wodurch diese Verletzungen erlitt. Daraufhin bedrohte die zwölfjährige Schwester der Angegriffenen Below mit der Axt und dem Messer.
Polizei warnte vor „Falschinformationen“ zum „Axtmädchen“
Ein Video des Vorfalls, das Below aufgenommen hatte, kursiert seit August in den sozialen Netzwerken (JF berichtete). Auf dem 43 Sekunden langen Clip ruft das Mädchen in Richtung desjenigen, der sie filmt: „Du verdammter Grapscher!“ Zudem ist zu hören, wie eine andere Jugendliche ruft: „Fass meine Schwester nicht an, sie ist erst zwölf!“ Der Kurzfilm erreichte allein auf dem Kurznachrichtendienst X mehr als 21 Millionen Aufrufe. Auch X-Eigentümer Elon Musk kommentierte den Vorfall und rief dazu auf, „Speichellecker und Kollaborateure“ an der Macht zu verurteilen, die die „Vergewaltigungsepidemie gegen das eigene Volk“ begünstigt hätten.
Das Video zum #Dundeegirl
Scottish Dundee Axe Girl Strikes Back
Wie ein zorniges Mädchen das Abendland wachrüttelt!Eine Zwölfjährige (im schottischen #Dundee) will ihre Schwester vor migrantischen Übergriffen beschützen – mit Axt und Messer. Die Polizei nimmt sie fest,… pic.twitter.com/mVsdKgHxHi
— Eddie Graf (@Eddie_1412) September 2, 2025
Zu diesem Zeitpunkt hatte die Polizei der Region Tayside vor „Falschinformationen“ gewarnt und die Öffentlichkeit gebeten, keine „Spekulationen über die Umstände anzustellen“. Damals hieß es, „ein bulgarisches Paar“ sei von den Mädchen angesprochen worden. Auch die BBC berichtete, die Beamten hätten „keine Beweise“ für ein Risiko des sexuellen Übergriffs gefunden.

Inzwischen räumte Polizeipräsidentin Elaine Logue ein, die ursprünglichen Informationen würden „nicht vollständig die Lage widerspiegeln“. Zugleich betonte sie, es habe Falschberichte in den sozialen Medien gegeben, wonach die angeklagten Bulgaren Asylbewerber gewesen seien. „Dieser Vorfall ist ein Beispiel für die komplexen Situationen, mit denen Polizeibeamte konfrontiert sind.“ (kuk)






