Hengameh Yaghoobifarah (in der Mitte mit rosafarbenem Jackett) (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa
Die „taz“-Autorin Hengameh Yaghoobifarah (in der Mitte mit rosafarbenem Jackett) (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa
Medien

Nach Anti-Polizei-Text: „taz“-Autorin bittet um Polizeischutz

BERLIN. Die taz-Autorin Hengameh Yaghoobifarah, die wegen ihres polizeifeindlichen Textes für Schlagzeilen sorgte, hat die Polizei um Hilfe gebeten. Sie habe nach ihrem Text, in dem sie Polizisten auf die Müllhalde „unter ihresgleichen“ gewünscht hatte, zahlreiche Anfeindungen erhalten, berichtete das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf Sicherheitskreise.

In der taz-Redaktion seien zahlreiche bedrohliche Telefonanrufe und E-Mails eingegangen. Einige davon stellten eine direkte Gefährdung von Yaghoobifarah dar.

Seehofer erstattet keine Anzeige

Der Text, in dem die Autorin Polizisten zudem eine faschistische Gesinnung vorwarf, war heftig kritisiert worden. Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, warf der Verfasserin vor, andere Personen „zu entpersönlichen, ihnen Würde und Menschsein abzusprechen und sie wie Unrat auf einer Müllhalde entsorgen zu wollen“. Die taz sei „bestenfalls dazu geeignet, Fisch darin einzuwickeln. Aber nur dann, wenn man diesen später nicht noch essen will“.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte zunächst eine Anzeige gegen Yaghoobifarah erwogen. Nach Kritik an diesem Vorhaben ruderte er zurück. (ag)

Die „taz“-Autorin Hengameh Yaghoobifarah (in der Mitte mit rosafarbenem Jackett) (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa

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