Der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron Foto: picture alliance/Annette Riedl/dpa/JF-Montage
Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk

CDU-Politiker nennt ARD und ZDF „Indoktrinationsplattformen“

ELMSHORN. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron hat eine Reform der öffentlich-rechtlichen Sender gefordert und diese scharf kritisiert. ARD und ZDF ließen die „gebotene politische Neutralität“ vermissen, schrieb er in einem Gastbeitrag für die Neue Osnabrücker zeitung. „Nicht nur die Nachrichtensendungen, sondern auch die politischen Magazine und Talkshows verkommen immer mehr zu einheitlichen Indoktrinationsplattformen, die durch eine links-grüne Weltanschauung geprägt sind“, heißt es in dem Beitrag des CDU-Politikers aus Schleswig-Holstein weiter.

„Waren früher die Magazine wenigstens noch so austariert, daß das politische Spektrum vom ZDF Magazin bis Panorama und Monitor noch einigermaßen abgebildet war, so gibt es heute nur noch die eine Richtung mit einer Art linker Wohlfühlkommunikation.“ Dazu ergänzte von Abercron: „Sie kommt manchmal satirisch verpackt, zum Beispiel in der ‘Heute Show´ oder ‘Extra drei‘, daher, aber die politischen Botschaften sind immer eindeutig und lassen sich von den Wahlbotschaften der Gesinnungsgenossen kaum noch unterscheiden.“

Reformen statt Abschaffung

Auch die Umweltsau-Affäre des WDR nannte er als Beispiel, warum der öffentlich-rechtliche Rundfunk zurecht im Kreuzfeuer der Kritik stehe. Forderungen nach Abschaffung wies von Abercron hingegen zurück. „Das bedeutet aber nicht, daß Reformen nicht mehr als überfällig sind.“

Es könne nicht sein, „daß die öffentlichen Sendeanstalten ständig ihre Angebote ausweiten und andererseits immer mehr Geld fordern“. Dies führe letztlich zu noch höheren Rundfunkgebühren, „an deren Sinnhaftigkeit immer mehr Zweifel angebracht sind“. (tb)

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron Foto: picture alliance/Annette Riedl/dpa/JF-Montage

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