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Andrea Nahles
Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) Foto: dpa

150-Millionen-Programm
 

Nahles plant Gehaltszahlungen für Langzeitarbeitslose

BERLIN. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will Langzeitarbeitslosen, die in geförderten gemeinnützigen Betrieben unterkommen, Lohnzuschüsse von bis zu 100 Prozent zahlen. Für ein entsprechendes Programm sollen 150 Millionen Euro bereitgestellt werden.

„Diese Menschen sollen lernen, durch eine Arbeit wieder eine Struktur in ihren Alltag zu bekommen. Wir denken dabei gerade an Eltern, die für ihre Kinder ein Vorbild sein sollten“, sagte Nahles. In der Union stieß das Vorhaben auf Skepsis. „Die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit darf nicht dazu führen, daß am Ende die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung steigen“, warnte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Michael Fuchs (CDU), gegenüber der Rheinischen Post.

Verbände fordern staatlich geförderten Arbeitsmarkt

Der Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Ulrich Schneider, forderte einen „arbeitsmarktpolitischen Paradigmenwechsel“. Mit einer Förderung „in Sozialbetrieben kann auch für diese Menschen gute und reelle Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geschaffen werden“, unterstrich Schneider.

Die Präsidentin des Sozialverbands, Ulrike Mascher, brachte einen staatlich geförderten Arbeitsmarkt mit Tariflohn ins Spiel. „Ein öffentlicher Beschäftigungssektor kann Langzeitarbeitslosen, die aufgrund von sozialen, psychischen oder gesundheitlichen Problemen keine Chance auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt haben, eine Perspektive bieten.“ (ho)

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) Foto: dpa
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