NÜRNBERG. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland bleibt mit mehr als drei Millionen weiterhin hoch. „Auch zum Ende der Winterpause kommt der Arbeitsmarkt nicht in Schwung. Die Arbeitslosigkeit verändert sich kaum und bleibt über drei Millionen“, stellte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles (SPD), bei einer Pressekonferenz fest.
Im Vergleich zum Februar 2025 liegt die Arbeitslosigkeit um 81.000 höher. Damit markiert der Wert das höchste Februar-Niveau seit zwölf Jahren. Gegenüber Januar sank die Zahl leicht um 15.000. Im Vergleich zum Vormonat ging die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent zurück.
Die übliche Frühjahrsbelebung, die vor allem in Branchen wie Bau und Gastronomie zu erwarten wäre, blieb weitgehend aus. Die gemeldeten offenen Stellen beliefen sich auf rund 638.000 und zeigten nahezu keine Veränderung. Die Unterbeschäftigung lag bei 3,724 Millionen Personen – gegenüber dem Vorjahr lag sie damit marginal um 4.000 Personen niedriger.
Zahl der Menschen in Arbeitslosengeld steigt
Bei den Leistungsempfängern zeigt sich ein gemischtes Bild: 1,1 Millionen Menschen beziehen Arbeitslosengeld, 76.000 mehr als im Februar 2025. Bei den erwerbsfähigen Bürgergeldempfängern ist die Zahl gesunken. Sie summieren sich auf 3,822 Millionen – ein Rückgang um 149.000 gegenüber dem Vorjahresmonat.
Die Zahl der Personen in Kurzarbeitergeld ging ebenfalls leicht zurück. Demnach bezogen in im Dezember 2025 rund 139.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Das waren 48.000 weniger als im November und 72.000 weniger als im Dezember des Vorjahres.
Keine Entspannung am Arbeitsmarkt erkennbar
Gleichzeitig entwickelte sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von November auf Dezember 2025 nach Schätzungen der Bundesagentur saisonbereinigt nur sehr schwach positiv mit einem Plus von 5.000 Stellen. Im Vorjahresvergleich lag sie mit 34,98 Millionen um 40.000 niedriger.
Trotz leichter saisonaler Entlastungseffekte erkennt die Nahles-Behörde nach wie vor weder eine echte Dynamik, die sich entfaltet, noch eine Veränderung des Arbeitsmarktes nach der üblichen Winterpause. Besonders die gestiegenen Arbeitslosenzahlen im Jahresvergleich, die nach wie vor hohe Unterbeschäftigung und die weiterhin vielen Menschen, die vom Sozialstaat leben, lassen keine spürbare Entspannung erkennen. (rsz)






