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Integrationspolitik
 

Ausländerkrawalle in Schweden reißen nicht ab

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Brennendes Auto in Stockhol: Ministerpräsident stolz auf Einwanderung Foto: Russia Today/Youtube

STOCKHOLM. In der schwedischen Hauptstadt ist es am Freitag in der fünften Nacht in Folge zu schweren Ausländerkrawallen gekommen. Randalierende Jugendliche attackierten mehrere Polizeistationen in den Vororten von Stockholm und zündeten dutzende Autos an, berichtet das Svenska Dagbladet. Acht Personen wurden wegen versuchter Brandstiftung und Angriffen auf Polizisten festgenommen.

Während die Krawalle ursprünglich nur in Husby stattfanden, haben sie sich nun auf weitere Vorstädte von Stockholm ausgebreitet. Der konservative Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt betonte, Schweden sei ein Land, das stolz darauf sein könne, „große Gruppen von Menschen aus anderen Staaten“ aufgenommen zu haben. Die Krawalle bezeichnete er als „Rowdytum“.

Einwandereranteil von 15 Prozent

Auch die Polizei teilte mit, „jeder Verletzte ist eine Tragödie, und jedes angezündete Auto ist ein Versagen der Gesellschaft“, dennoch brenne die Stadt nicht, wie etwa britische Medien getitelt hatten. Ausgangspunkt der Unruhen war ein Zwischenfall in Husby, bei der die Polizei in der vergangenen Woche einen 69 Jahre alten Einwanderer offenbar in Notwehr erschossen hatte. Der Mann hatte die Sicherheitskräfte zuvor mit einer Machete attackiert.

Schweden ist das skandinavische Land mit dem höchsten Einwandereranteil. 15 Prozent der 9,5 Millionen Einwohner haben ausländische Wurzeln. In einigen Brennpunktvierteln von Malmö und Stockholm liegt dieser Anteil bei fast 80 Prozent. Zudem ist das Land eines der beliebtesten Ziele für Asylbewerber. Allein im vergangenen Jahr nahm die Regierung in Stockholm 44.000 Asylbewerber auf. In Deutschland hatten im selben Zeitraum etwa 65.000 Personen einen Antrag auf Asyl gestellt. (ho)

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