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Aktuelle Studie: Wenn immer mehr junge Deutsche weg wollen

Aktuelle Studie: Wenn immer mehr junge Deutsche weg wollen

Aktuelle Studie: Wenn immer mehr junge Deutsche weg wollen

Das Bild zeigt junge Deutsche am Flughafen.
Das Bild zeigt junge Deutsche am Flughafen.
Junge Deutsche am Flughafen: Immer mehr liebäugeln mit einer dauerhaften Auswanderung. Foto: ChatGPT
Aktuelle Studie
 

Wenn immer mehr junge Deutsche weg wollen

Deutsche verlieren das Vertrauen in den Staat. Immer mehr junge Menschen planen, dauerhaft auszuwandern. Auch um die mentale Gesundheit der Jugend steht es nicht gut. Ein Kommentar von JF-Chefredakteur Dieter Stein.
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Deutschland ist ein Einwanderungsland? Mit Blick auf die unkontrollierte Massenmigration macht es den Anschein. Ein von diesen Bildern verdecktes Kapitel ist: Deutschland ist ein Auswanderungsland – für Deutsche. Seit 2004 weisen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes einen stetigen negativen Wanderungssaldo von deutschen Staatsbürgern aus. Mit anderen Worten: Jährlich wandern zwischen einigen Zehntausend und über 100.000 Deutsche mehr aus als wieder zurückwandern. Viele verlassen ihre Heimat für ein Studium oder eine befristete berufliche Tätigkeit auf Zeit – immer mehr jedoch für immer. Demgegenüber ist der Wanderungssaldo bei Ausländern „positiv“, das heißt, es wanderten unterm Strich zuletzt (2024) rund 500.000 mehr ein als wieder abwanderten. Dass sich daraufhin das Stadtbild drastisch veränderte, verwundert nicht.

Wie die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“ gerade ermittelt hat, planen 21 Prozent der Befragten im Alter zwischen 14 und 29 Jahren konkret, ihre Nation zu verlassen. Weitere 41 Prozent können sich das grundsätzlich vorstellen. Nach dem Abitur einige Zeit auf Reisen zu gehen, für ein Studium andere Länder kennenzulernen, ist eine positive Lebenserfahrung. Seinem Land dauerhaft den Rücken zu kehren, ist jedoch, wenn es zu einem wachsenden Trend wird, ein Alarmsignal.

Deutsche brauchen Perspektiven

Schockierender als die Abwanderungsbereitschaft scheinen indes vielen Medien der Trend zu den politischen Rändern, die Zustimmungswerte für die Linkspartei (25 Prozent, plus 12 Punkte), vor allem aber die AfD (20 Prozent, plus 2 Punkte) zu sein. Frappierend ist tatsächlich die Zunahme der Perspektivlosigkeit unter den Befragten, sowie der Trend zu psychischen Erkrankungen, weiterhin die konkrete Sorge vor Altersarmut und einem Zusammenbruch des Rentensystems, was 45 Prozent der Befragten so artikulieren.

Ein wachsender Teil der jungen Leute scheint sich mit Blick auf die Alterspyramide und der Verteilung der Stimmengewichte zugunsten der Boomer keine Illusion zu machen, wie aussichtlos eine Reform des deutschen Sozial- und Rentensystems ist. Während die 18 bis 29jährigen nur mehr rund 13 Prozent der Wahlberechtigten stellen, sind 40 Prozent der Wähler 60 Jahre und älter.

Deutschland braucht deshalb dringend eine positive Reform-Vision, die eine starke Anziehungskraft auf die eigene Jugend ausübt und Ausgewanderte zur Rückwanderung animiert. Mit bröckelnder Infrastruktur, unsicheren öffentlichen Räumen, wuchernder Bürokratie, immer mehr Steuern und Umverteilung wird dies nicht gelingen. Ein Befreiungsschlag muss her!

Aus der JF-Ausgabe 15/26.

Junge Deutsche am Flughafen: Immer mehr liebäugeln mit einer dauerhaften Auswanderung. Foto: ChatGPT
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