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Linksextremisten stören Jesse-Vortrag

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Der Extremismusforscher Eckhard Jesse Foto: TU Chemnitz

KARLSRUHE. Linksextremisten haben zum wiederholten Mal einen Vortrag des Chemnitzer Extremismusforschers Eckhard Jesse gestört. Während der Veranstaltung „Karlsruhe zeigt Flagge gegen Rechts“ am vergangenen Sonnabend stürmten Mitglieder der „Antifa-Karlsruhe“ unter „Alerta, Alerta, Antifaschista“-Rufen die Bühne, nachdem Jesse zu sprechen begonnen hatte.

Zudem versuchten sie ein Transparent mit der Aufschrift „ Antifaschismus ist extrem wichtig, nicht extremistisch“ zu entrollen, woran sie aber von Sicherheitskräften gehindert wurden, wie die Karlsruher Internetnachrichtenseite „ka-news.de“ berichtet.

Jesse ist der Antifa ein Dorn im Auge, weil er regelmäßig auch die Gefahr des Linksextremismus thematisiert und vor dessen Verharmlosung warnt.

„Jesse relativiert Antisemitismus“

Der Sprecher der „Autonomen Antifa Karlsruhe“, Tobias Jahnke, warf der Stadt Karlsruhe vor, sie habe mit Jesse einen Referenten eingeladen, der die Ausbreitung neonazistischer Strukturen fördere. Jesse habe in der Vergangenheit gefordert, der NPD Räumlichkeiten für ihre Parteiveranstaltungen nicht zu verwehren, da sie so in eine Opferrolle gedrängt werde.

Außerdem unterhalte der Extremismusforscher Kontakte zur „Neuen Rechten“ und relativiere „regelmäßig Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus in der Gesellschaft“, so die „Autonome Antifa Karlsruhe“ in einer Mitteilung.

Bereits im vergangenen Monat war ein Vortrag Jesses in Leipzig von rund 80 Linksextremisten gestört worden.

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