Anzeige
Anzeige

„Schismatischenr Akt“: Papst exkommuniziert Piusbrüder nach unerlaubten Bischofsweihen

„Schismatischenr Akt“: Papst exkommuniziert Piusbrüder nach unerlaubten Bischofsweihen

„Schismatischenr Akt“: Papst exkommuniziert Piusbrüder nach unerlaubten Bischofsweihen

Greift gegen das Auflehnen der Piusbruderschaft durch: Papst Leo XIV. Foto: picture alliance / Sefano Spaziani | Sefano Spaziani
Greift gegen das Auflehnen der Piusbruderschaft durch: Papst Leo XIV. Foto: picture alliance / Sefano Spaziani | Sefano Spaziani
Greift gegen das Auflehnen der Piusbruderschaft durch: Papst Leo XIV. Foto: picture alliance / Sefano Spaziani | Sefano Spaziani
„Schismatischenr Akt“
 

Papst exkommuniziert Piusbrüder nach unerlaubten Bischofsweihen

Die Piusbruderschaft weiht vier Bischöfe ohne Zustimmung Roms. Der Vatikan spricht von einem „schismatischen Akt“ – und erklärt von der Bruderschaft gespendete Beichten und Eheschließungen für ungültig.
Anzeige

ROM. Der Vatikan hat nach unerlaubten Bischofsweihen sechs Geistliche der Piusbruderschaft exkommuniziert. Die Priesterbruderschaft hatte zuvor in Écône in der Schweiz vier Geistliche ohne Zustimmung von Papst Leo XIV. zu Bischöfen geweiht. Der Heilige Stuhl sprach am Donnerstag von einem „schismatischen Akt“. Die Piusbruderschaft habe ein Schisma herbeigeführt, also eine bewusste Spaltung der Kirche.

Exkommuniziert wurden Bischof Alfonso de Galarreta, der die Weihen vornahm, ein weiterer beteiligter Bischof sowie die vier neu geweihten Geistlichen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Rom ging dabei deutlich über eine bloße Sanktion gegen die Beteiligten hinaus. Der Vatikan forderte gläubige Katholiken auf, keine Messen der Bruderschaft mehr zu besuchen. Wer sich der Piusbruderschaft formell anschließe, könne ebenfalls als Schismatiker gelten und exkommuniziert werden. Besonders weitreichend ist eine weitere Entscheidung: Der Heilige Stuhl erklärte die von Priestern der Bruderschaft gespendeten Sakramente der Beichte und der Ehe für ungültig. Damit trifft der Schritt nicht nur die Leitung der Gemeinschaft, sondern auch Gläubige, die sich weiterhin an die Piusbrüder wenden.

Piusbruderschaft verteidigt sich

Die Piusbruderschaft sieht sich selbst als Hüterin der kirchlichen Tradition. Gegründet wurde sie 1970 vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre als Reaktion auf die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils. Die Gemeinschaft hält an der traditionellen lateinischen Messe fest und lehnt viele liturgische und theologische Entwicklungen der Nachkonzilszeit ab.

Der Konflikt erinnert an das Jahr 1988. Damals hatte Lefebvre ebenfalls ohne päpstliche Zustimmung vier Bischöfe geweiht. Der Vatikan erklärte die Weihen zum „schismatischen Akt“ und exkommunizierte Lefebvre sowie die vier Bischöfe. Papst Benedikt XVI. hob die Exkommunikation der Bischöfe 2009 wieder auf, um eine Annäherung an die Bruderschaft zu ermöglichen.

Unter Leo XIV. ist der Konflikt nun wieder offen ausgebrochen. Der Generalobere der Piusbruderschaft, Davide Pagliarani, verteidigte die neuen Weihen in seiner Predigt. Sie seien für das Heil der Seelen notwendig und dienten letztlich auch dem Papst und der Kirche. Pagliarani wies den Vorwurf zurück, die Bruderschaft respektiere den Papst nicht. „Aber gerade weil wir den Papst als Stellvertreter Christi, als Oberhaupt der Kirche lieben, wollen wir nicht länger mit ansehen, wie der Papst an der Seite falscher Hirten, die falsche Religionen vertreten, gedemütigt wird“, sagte er. (rr)

Greift gegen das Auflehnen der Piusbruderschaft durch: Papst Leo XIV. Foto: picture alliance / Sefano Spaziani | Sefano Spaziani
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles